Auswandern nach Schweden
+ + + INFO + + + Links unter der Navigation findest Du eine Google Suchfunktion um unsere Homepage besser nach Suchbegriffen die Dich interessieren durchsuchen zu können. + + + INFO + + + Schweden hat im Sommer 2017 auch endlich die EU Richtlinie 2014/92/EU vom 23.07.2014 zum „Jedermannkonto“ umgesetzt aber trotzdem machen die Banken immer noch Probleme beim eröffnen eines Kontos und verlangen die schwedische Personennummer und ID- Kort. + + + INFO + + + Die letzten 2 bis 3 Jahre gab es ebenso viele Änderungen der schwedischen Einwanderungsformalitäten, mehr dazu unter: Die Formalitäten! + + + INFO + + + Um Dir das schöne Land Schweden näher zu bringen und einen tollen Urlaub im schönen Ostsmåland zu verbringen kann man unser beliebtes Ferienhaus mieten. Du kannst es Dir unter: http://www.ferienhaus-smaland.se ausführlich anschauen. + + + INFO + + +

   
  Auswandern nach Schweden
  Die erste Zeit
 
 
Die erste Zeit in Schweden ...

 
Auf diesen Seiten erzählen wir Dir immer wieder mal wie es uns in unserer neuen Wahlheimat Schweden   Schweden    ergangen ist, was wir alles erlebt haben, was wir für  Erfahrungen gemacht haben und ob wir vielleicht (denken mit Sicherheit) auch mit Schwierigkeiten und Problemen zu kämpfen hatten. So, nun viel Spaß beim lesen.

Direkt zum Drei- Jahresbricht
  
Direkt zum Sechs- Jahresbericht

Die Anfahrt:

  
Am 30. Januar sind wir in der ersten Etappe von Siegen nach Haralds Eltern gefahren. Von dort aus fuhren wir nach der Verabschiedung von unserer Familie am 02. Februar auf den glatten und teils verschneiten Strassen Dänemarks und Schwedens in  Richtung Rosenfors.
   
Umzug Schweden        Umzug Schweden
Unwetter und Schneesturm in Dänemark.
 
Aufgrund des Sturmes „Resi“ mußten wir, weil die Fehmarnsundbrücke für PKW mit Anhänger gesperrt war über Flensburg, Kolding, Odense und die Beltbrücken einen Umweg fahren, sind aber trotz allem nach 14 Stunden Fahrt gut angekommen.

Der erste Tag:
 
Am 03.02. morgens kam unser Möbelspediteur   und  hat  den
zweiten Möbelwagen entladen.
Danach haben wir angefangen
(versucht)   alles   ein    wenig
zu ordnen. Als wir fleißig dabei
waren  kam   auch   schon  der
erste Besuch vorbei, Bekannte
die  auch  hier im  Ort  wohnen
und  am  Vortag das  Entladen
von dem ersten  Möbelwagens
betreut haben. Dann haben wir
erst  mal  gemütlich Kaffee ge-
trunken und haben das Chaos,
Chaos sein lassen.

Rosenfors den  03.02.2008
                                                              Umzug Schweden

Die erste Woche:                                                   Rosenfors den 10.02.2008
  
So, der erste Tag in unserer „Neuen Heimat“ ist um und wir teilen Dir nun mit was so die erste Woche alles los war.
In der ersten Woche hatten wir am 04.02.08 den Termin mit den Vor besitzern auf der Bank. Dort haben wir alle Formalitäten erledigt, das Haus bezahlt und die Umschreibung in die Wege geleitet. Danach haben wir uns noch beim zuständigen Finanzamt und Arbeitsamt angemeldet und die Personennummer beantragt. Bei den Behördengängen hat uns unsere Bekannte geholfen und übersetzt. (Da unser Schwedisch ja noch nicht so gut war.)
Wie erwartet hielten sich die Kosten für Strom in Grenzen, da wir den Anschluss von den Vorbesitzern übernommen haben sind wir die  erste Zeit noch an die  ca. 11 Cent kw/h ihres Anbieters gebunden, wobei es mit  ca. 8, 9 Cent kw/h bei anderen Anbietern noch günstiger gewesen wäre. (Hinzu kommen wie in Deutschland noch die Durchleitunsgebühren) An- sonsten ist alles andere was geplant war (weitere Behördengänge und Hausrenovierenug) auch gut voran gegangen.
 
Der erste Monat:                                                    Rosenfors den 05.03.2008
 
Die erste Woche hatten wir gut verbracht, wir hatten viel erledigt und nun sehen wir was im ersten Monat bei uns los war.
Nach ganz genau einer Woche haben wir zwei Briefe bekommen und? . . . siehe da unsere Personennummer war da. In der ersten Zeit hatten wir so weit die ganze Bürokratie erledigt die in Schweden zu erledigen war, unter anderem auch das beantragen des Aufenthaltsrechts beim Migrations- verket.
 
(Aber alles bei weitem nicht so viel und so umständlich wie in Deutschland.)
 
Als die Personennummer da war haben wir Freitags unser Telefon und Internetanschluss angemeldet und kaum zu glauben, am Montag! konnten wir schon telefonieren.
Unser Internetanschluss hat zwei Wochen gedauert. Das war verglichen
mit Deutschland auch sehr schnell. Dort haben wir damals 8 Wochen auf unseren ach so schnellen DSL 2000 (mehr war nicht möglich) Anschluss gewartet. Wir haben jetzt einen ADSL 8000 Anschluss mit Flatrate für umgerechnet ca. 29 € in einem ca. 300 Einwohner Dorf. Außerdem war es schon schön zu erleben wie freundlich, hilfsbereit und zuvorkommend alle auch auf den Ämtern waren. Den ersten Monat ist alles so gelaufen und hat alles soweit geklappt wie wir es geplant hatten. Nach dem wir zweimal nach IKEA in Kalmar gefahren sind und noch Möbel und Deko gekauft haben ist auch die Renovierung unseres Hauses oben in der Wohnetage so weit fertig. Für März und  April ist der erste Arztbesuch in der Vårdcentral, die Beantragung der ID Karte, der Kauf eines Geschirrs-pülers und Rasenmähers geplant. Wir sind gut angekommen, haben uns super eingelebt und fühlen uns richtig wohl.
 
Haus Schweden
PS.  Das Wetter im ersten Monat war auch richtig  gut, allein deswegen hat es sich für uns schon gelohnt nach Schweden zu ziehen. 
  
Das erste viertel Jahr:                                          Rosenfors den 08.05.2008
    
So, das erste Vierteljahr für uns in Schweden ist um und wir ziehen eine kleine Zwischenbilanz.
Was wir am ersten Tag, der ersten Woche und im ersten Monat erlebt haben hast Du ja schon oben lesen können, nun wollen wir Dir erzählen was wir im ersten Vierteljahr erlebt, gemacht und erledigt haben.
Wir haben wie geplant weiter unser Haus (Gästezimmer, Keller und Garage) renoviert und eingeräumt. Im März haben wir unseren ersten Besuch in der Vårdcentral (Ärztehaus) mit Gesprächen beim Arzt und den üblichen Auf- nahmeuntersuchungen hinter uns gebracht. Uns wurden ohne große Probleme unsere benötigten Medikamente (chronische Erkrankungen) ver- schrieben. Die Rezepte lagen nach dem Arztbesuch in der Apotheke die sich im gleichen Gebäude befindet und sind für ein Jahr! gültig, das heißt bei Bedarf können wir uns die Medikamente wieder besorgen ohne erneut zum Arzt zu müssen. Übrigens haben wir in der Vårdcentral ein sehr netten Deutschen Arzt.
Nach dem wir unsere Personennummer hatten haben wir Anfang März Pass bilder machen lassen und haben auf der Bank unsere „ID- Kort“ beantragt und unsere Unterlagen für unser Aufenthaltsrecht an das Migrationsverket nach Växjö
geschickt. Den gewünschten Geschirrspüler haben wir uns auch noch zugelegt. (Ab da war endlich Schluss mit dem lästigen spülen.)
Als wir nach ca. 4 Wochen warten, mittlerweile war es April, auf unser Aufenthaltsrecht bei Migrationsverket (Einwanderungsbehörde) nachgefragt haben wurde uns mitgeteilt das ihnen noch die Kopien unserer European Health Insurance Card  (EHIC) (Früher Formular E111.)  fehlten. Diese hatten wir weil wir es nicht wußten leider vergessen mit zu schicken. Wir haben
die dann umgehend zu Hause eingescannt und per e-Mail dort hingeschickt und siehe da nach ca. einer Woche hatten wir dann unser unbegrenztes Aufenthaltsrecht für Schweden. Zwischenzeitlich haben wir auch unsere „ID- Kort“ und den „original Kaufbrief“ für unser Haus be- kommen. Nach dem wir den Bescheid für unser Aufenthaltsrecht hatten konnten wir uns dann noch bei der Försäkringskassa (Versorgungskasse) anmelden, denn den benötigten wir dafür. Im April haben wir noch einmal eine Woche Schwedischunterricht gehabt. Aufgrund des guten Wetters haben wir uns so langsam auf das Frühjahr vorbereitet und uns

den geplanten Stiga Rasenmäher  Stiga Rasenmäher  in Vimmerby gekauft der ein paar Tage später kostenlos geliefert wurde. Beim Kauf haben wir noch eine Stihl Motorsense als Rabatt rausgehandelt die es gratis dazu gab.  Wir haben im April auch viel auf unserem Grundstück auf- geräumt, die dabei angefallenen Strauchschnitte, Moos und Gartenabfälle konnten wir kostenfrei auf dem Grünzeug- Platz der Gemeinde entsorgen. Ein paar Anhänger voll Hausmüll haben wir auf der örtlichen Mülldeponie entsorgen müssen. Die Kosten von 150 SEK. (ca.16 €) für zwei fast volle Anhänger waren verglichen mit den Preisen in Deutschland (ein halb voller Anhänger 37 €) lächerlich gering.
Die meisten Formalitäten sind erledigt und es überrascht uns immer wieder wie einfach, unbürokratisch und günstiger vieles hier in Schweden abläuft und die Hilfsbereitschaft die uns hier überall entgegen kommt findet man in Deutschland nur noch sehr selten. Unseren PKW und Anhänger haben wir dann bei Vägverket (Straßenverkehrsamt) zur Einfuhr angemeldet.
Danach haben wir noch unsere Fahrzeuge in einer Werkstatt mit dicken Fernscheinwerfer für den PKW und Begrenzungsleuchten für den Anhänger für Schweden  umrüsten lassen.
Als der Bescheid von dort vorlag haben wir als vorerst letzte Bürokratie noch den Termin für unseren PKW und Anhänger bei der Bilprovning (TÜV) für Mai beantragt.
Wie schon oben im Monatsbericht beschrieben sind wir alles in allem gut in Schweden angekommen, haben uns super eingelebt, sehr viele nette Leute kennengelernt, noch Sprache gelernt und bereuen es bis jetzt keine Sekunde nach Schweden gegangen zu sein.
Wir würden eher sagen dass Gegenteil ist der Fall, je mehr Nachrichten wir aus Deutschland sehen und hören desto besser gefällt es uns in Schweden.
So, das war er nun, der Bericht von unserem ersten viertel Jahr. Was wir so alles im ersten halben Jahr erlebt haben werden wir dann dokumentieren, wenn es so weit ist.
 

Das erste halbe Jahr:                                           Rosenfors den 15.08.2008
  
Das erste halbe Jahr ist nun um und wir leben immer noch in Schweden. Einen Teil von dem was im ersten halben Jahr bei uns los war hast Du bestimmt schon in unseren anderen Berichten oben gelesen.
 
So dann wollen wir mal weiter erzählen.

Mittlerweile haben wir unser Auto und Anhänger für Schweden umrüsten lassen, bei der Bilprovning vorgeführt. Der Abnahmebeamte war sehr nett und bot uns erst mal einen Kaffee an. Die Abnahme war nach einer halben Stunde erledigt und alles wurde für gut befunden und anstandslos ab- genommen. Dann haben wir eine KFZ- Versicherung abgeschlossen, alles bei Vägverket freigeschaltet und haben dann nach ein paar Tagen unsere schwedischen KFZ- Kennzeichen für 6,00 € mit der Post zugeschickt bekommen.

 

Audi 80 Avant
Unser Audi, nun mit dicken Zusatzscheinwerfern und schwedischem Kennzeichen.

Die letzte Bürokratie die wir dann noch erledigt haben war die Wohnort-änderung in unseren Reisepässen. Diese haben wir per Einschreiben nach Stockholm zur Deutschen Botschaft geschickt und eine Woche später geändert zurückbekommen.
Mit der Hausrenovierung innen sind wir Ende Juni auch endlich fertig geworden. Zwischendurch haben wir noch bei schönem Wetter etwas an den Außenanlagen gearbeitet, unseren Eingangsbereich neu gestaltet . . . 

Haus Schweden     Haus Schweden
Der neu gestaltete Eingangsbereich.
 
. . .  und das Grundstück weiter aufgeräumt. Anfang Juli sind  Haralds Eltern für vier Wochen zu Besuch gekommen. Mit Ihnen haben wir einige Ausflüge nach Oskarshamn, . . .
 
OskarshamnIm Hafen Oskarshamn.
 
  . . . Västervik, an die Ostsee und in die schöne Natur gemacht. Außerdem hat Harald noch mit seinem Vater das Dach von unserem Wintergarten erneuert. Yvonne hat mit Haralds Mutter noch etwas im Garten gearbeitet, Unkraut gejätet und ein paar schöne Blumenbeete angelegt. 

Haus Schweden Der neue Eingangsbereich mit den neuen Blumenbeeten.  

So langsam bekommen wir Ordnung in den Garten.

Nach vier Wochen Urlaub in denen Sie sich hier in Schweden sehr wohl gefühlt haben sind Haralds Eltern Anfang August wieder nach Hause gefahren und bei uns ging alles wieder seinen gewohnten Gang. in der folgenden Zeit wurden wir immer öfter über unsere Homepage von Leuten angeschrieben die auch Deutschland verlassen und nach Schweden aus- wandern wollen. Einige von ihnen haben uns schon hier in Schweden besucht und wir haben sehr interessante Gespräche geführt und Infos ausgetauscht. Einigen konnten wir schon mit Tipps und Infos weiterhelfen und so einiges der Hilfe die wir bekommen haben wieder zurückgeben. Es ist schon interessant, wenn man hört was die Leute so alles aus Deutschland erzählen und meistens die gleichen Beweggründe haben wie wir sie hatten um nach Schweden auszuwandern.
Unser Bekannten- und Freundeskreis erweitert sich ständig und wir fühlen uns hier richtig wohl.
Einige unsere ehemaligen Bekannten und „angeblichen“ Freunde aus Deutschland haben uns dagegen sehr enttäuscht, weil sie beim Abschied groß gesagt haben das wir auf jeden Fall in Kontakt bleiben wollten und Sie nun nach dem wir uns gemeldet hatten nichts mehr von sich hören ließen, nach dem Motto: „Aus den Augen, aus dem Sinn“.
Unsere Schwedischkenntnisse werden je öfter wir sie brauchen auch immer besser und so langsam klappt die Verständigung immer besser und was wir verstehen und sprechen wird immer mehr.
Mittlerweile haben wir uns auch so langsam die schwedische Lebensweise „sakta, sakta“ (langsam, langsam) angewöhnt und festgestellt das es sich so viel schöner leben lässt als in der Hektik die wir von Deutschland ge- wöhnt waren.
So, das war eigentlich alles was wir im ersten halben Jahr erlebt haben und was so passiert ist.
Wenn Du wissen willst was wir weiterhin erlebt haben und was alles passiert ist mußt Du dich noch bis Februar 2009 gedulden, dann folgt unser nächster Bericht „Das erste Jahr“.

 
Das erste Jahr:                                                                                  Rosenfors den. 28.02.2009
  
 
Das erste Jahr ist um und wir leben immer noch in dem Land, wo es immer kalt, dunkel und viel zu teuer ist und man außerdem noch Unmengen an Steuern bezahlen muß.
Na ja, Spaß beiseite, dann wollen wir mal weiter erzählen was wir so alles erlebt haben und was für Erfahrungen wir wieder gemacht haben.
 
Nach
dem wir im ersten halben Jahr so wie oben beschrieben die wichtigen Formalitäten erledigt hatten und unser Haus innen so weit fertig renoviert war  haben wir noch  kräftig im Garten gearbeitet. Wir haben noch ein paar Ecken auf dem Grundstück aufgeräumt, eingeebnet und neu eingesät.

Stromzähler Am 03. September haben wir
einen neuen Stromzähler be- kommen  der   jeden   Monat
über  ein  Modem  abgelesen
wird,  wir  den  Verbrauch  im
Internet  bei unserem Strom-anbieter kontrollieren können
und  nur   den   tatsächlichen
Verbrauch bezahlen müssen
.
 


 

Am 08. September haben wir dann die Aufnahmeprüfung für den SFI (Svenska för Invandere) Sprachkurs am Hultsfred Gymnasium absolviert und sind sofort in den B Kurs gekommen (unserer Privatlehrerin sei Dank!) der dann am 01. Oktober begann. Den Sprachkurs machen wir in Hultsfred am Gymnasium, wo auch alle andern Schüler ihrem Unterricht  nachgehen. Wir sind echt erstaunt, schon fast sprachlos wie die  Schule ausgestattet ist und wie sauber es dort ist. Überall in der Schule befinden sich Schränke in denen die Schüler ihre Bücher und Schulsachen einschließen können. (Die deutschen Schüler bekommen ja vom schleppen der schweren Schul-ranzen schon früh Wirbelsäulenschäden.) Außerdem gibt es im ganzen Schulgebäude viele ausgiebige Sitzecken mit gepflegten Polstermöbeln. Im ganzen Schulgebäude sowie auf den Toiletten findet man nicht einen Strich geschweige denn irgendwelche anderen Schmierereien oder Graffitis an den Wänden, alles ist supergepflegt und sauber. Zudem gibt es mehrere große Räume mit je ca. 20 modernen Computern mit LCD Monitoren und Internetanschluss an denen wir auch teilweise Unterricht haben. Im ganzen Gebäude befinden sich Hotspots mit W- Lan Zugang und viele Schüler sitzen mit Ihren Laptops rum und lernen oder surfen im Internet. Genauso hört man hier keine Pausenglocken oder so was, die Schüler holen ihre Sachen aus dem Schrank und gehen in ihre Klassen und das alles in  alle Ruhe ohne Lärm und Hektik. So, nun haben wir genug von der Schule erzählt.
Im Oktober haben uns Freunde aus Deutschland besucht die sich ca. 300 m von uns entfernt schon ein Haus gekauft haben und die im Frühjahr- Sommer 2009 mit ihren Kindern hier nach Schweden auswandern wollen. Wir fragen uns immer wieder: Was ist in Deutschland los? Denn wir wurden ja schon oft über unsere Homepage angeschrieben aber mittlerweile wird es immer mehr und wir werden bestimmt jeden Monat 12-15 mal über unsere Homepage von Leuten angeschrieben die, die Nase voll von Deutschland haben und nach Schweden auswandern wollen. Was man da so alles mitbekommt, was die Leute so schreiben und erzählen, was sich so alles negativ verändert haben soll in Deutschland. Da sollen die Preise steigen ohne Ende, das sie nur noch arbeiten müssen, keine Zeit mehr zum Leben haben und Ende des Monats trotzdem kein Geld mehr auf dem Konto ist, weil die Steuern, Miet,- Heiz- und Lebeshaltungskosten alles auffressen. Mittlerweile soll es in Deutschland nur noch miese Stimmung geben und jeder ohne Zusammenhalt nur noch für sich kämpft.
 
Na ja, so haben wir es ja dort auch zum Schluss empfunden.
 
Wir haben ja im letzten Jahr die Preise und alles andere in Deutschland nicht mehr so mitbekommen außer in Nachrichten und Erzählungen aber es hört sich schlimm an was die Leute so aus „Absurdistan“ schreiben und erzählen.   
(Der Letzte macht das Licht aus.)
 
Winter Rosenfors
 
 
  Ende Oktober war es dann
vorbei  mit  den  Besuchen
und der Gartenarbeit,  weil
am  30. der  erste  Schnee
  fiel  und es  nach  ein  paar
langsam    Winter    wurde.
  Bis hierhin  haben  wir  die Besuche unserer Freunde,
den   Rest   des  Sommers
und  den  schönen  Herbst
  mit  seinen  Früchten   wie Pfifferlinge,     Blau-     und
Preiselbeeren     in   vollen
  Zügen genossen.              

 
Da wir aber auch noch einiges zu tun hatten wie z.B. um unsere Hunde kümmern, den Sprachkurs besuchen, die Häuser unserer Bekannten und Freunde beaufsichtigen und ab und zu Schnee zu schippen wird uns auch im Winter nicht langweilig.
Ab Anfang Dezember hat Yvonne auch Arbeit in einer  Molkerei in Hultsfred gefunden die ihr sehr viel  Spaß macht. Sie hat dann nach einer kurzen Zeit Probearbeiten Ende Dezember einen Halbjahres Arbeitsvertrag als Ver- tretung bekommen. Da die Molkerei noch im Aufbau ist und erweitert wird kann vielleicht ja eine Festanstellung daraus werden. Als Yvonne ihren ersten Lohn bekam war es so wie wir erwartet hatten, davon musste Sie ca.32 % Abgaben (kommunale Steuer) bezahlen, worin Skatte (Steuern), Renten- Krankenversicherung und die staatliche Arbeitslosengrundver- sorgung halten war.
Das einzige was noch dazu kommt sind ca. 40 € (je nach Verdienst) Arbeits-losenversicherung die man hier in Schweden selbst, über die A Kassan (Arbeitslosenversicherung) oder die Gewerkschaften abschließen muss. 
Das Yvonne nun die Arbeit gefunden hat freut uns um so mehr da ja Ende des Jahres auch in Schweden wie überall auf der Welt die Finanzkrise zugeschlagen hat. In Schweden müssen Staat, Kommunen und Firmen auch sparen und es werden auch wie überall Arbeitnehmer entlassen. Unserer Meinung nach und nach dem was wir hier so hören und lesen scheint sich das Ausmaß aber in Grenzen zu halten. Vielleicht sieht das aber nur so aus, da wir in einer sehr ländlichen Gegend wohnen, wir denken dass es in den großen Städten mit Sicherheit auch anders aussieht.
 
Über Weihnachten und Silvester sind noch Freunde nach Schweden gekommen die in einem Dorf ca. 10 km von uns schon ein Haus besitzen und auch im Frühjahr- Sommer 2009 mit ihren Kindern nach Schweden auswandern wollen. Wir haben mit unseren Freunden und Bekannten schöne Weihnachtsfeiertage verbracht und Silvester gefeiert.
 
Im Januar kam der Winter dann so richtig mit viel Schnee, Dauerfrost und Temperaturen bis -21°. 
 
Im Winter in Schweden Auto fahren macht auch riesigen Spaß, weil hier nach Schneefällen meistens nur die Hauptstrassen geräumt werden und auf Nebenstrecken kaum Salz gestreut wird. Schön ist auch das man hier teils selbst nach Schneefällen problemlos auf festgefahrener Schneedecke fahren kann ohne das wie in Deutschland nach 2 cm Schnee gleich überall der Verkehr zusammenbricht und man ewig und an jeder Ecke im Stau steht.
Endlich erleben wir mal einen Winter wie er eigentlich sein sollte, sonnig, weiß, kalt und . . .

 
Winter Rosenfors
 
. . . nicht so einen nassen, grauen Einheitsbrei wie in Deutschland. Die Jahreszeiten Frühling und Herbst sind aber kürzer wie in Deutschland. Insgesamt ist das Wetter im Sommer wie auch im Winter hier in Schweden um einiges schöner mit viel mehr Sonne  als wir in Siegen hatten.
 
Alleine deswegen hat sich unser Umzug schon gelohnt.
 
Nun zum Schluss noch etwas „typisch  deutsches“ was es leider auch in Schweden gibt. Alle Schweden die wir bis jetzt hier kennengelernt haben sind sehr freundlich, hilfsbereit, liebenswert und leben nach dem Motto „leben und leben lassen“. Leider mussten wir wie auch einige andere Deutsche Familien hier in der Kommune feststellen das man selbst hier in Schweden nicht vor Neidhammeln und „besserwisserischen Deutschen“ verschont bleibt. Es gibt selbst hier „Deutsche“ die meinen den eigenen Landsleuten hier Vorschriften machen zu müssen, ihnen ihren Willen auf- zwingen zu müssen und meinen unbescholtene Bürger an anderer Stelle anschwärzen zu müssen. (Eben typisch Deutsch!) Es wäre besser, wenn solche Leute ihre „deutschen Tugenden“ auch in dem Land aus- leben würden wo sie her kommen, denn sie passen nicht nach Schweden. Wir wollen hier nämlich nur in Ruhe leben ohne das man sich gegenseitig das Leben schwer macht oder übereinander herzieht, so etwas mögen wir wie die Schweden nämlich überhaupt nicht. Na ja, Gott sei Dank ist ja hier genug Platz das man solchen Leuten aus dem Weg gehen und ist nicht gezwungen mit ihnen zu verkehren.

Fazit:
 
Nach einem Jahr das wir nun hier in Schweden leben müssen wir sagen das wir uns hier abgesehen von den „Deutschen Besserwissern“ (Die hier Gott sei Dank nur Einzelfälle sind.) richtig wohl fühlen und das Land, die Leute, die Natur, die Ruhe immer mehr schätzen lernen. Wir haben viele Leute kennengelernt, Freunde gefunden und ganz tolle Nachbarn.
Mittlerweile ist es bei uns so, je öfter wir Nachrichten aus Deutschland bekommen und sehen um so froher sind wir das wir aus der Tretmühle Deutschland raus sind und in Schweden leben.
An eine Rückkehr nach Deutschland verschwenden wir derzeit keinen einzigen Gedanken.
So das war es so weit von uns, wir werden nach drei Jahren eine weitere Zusammenfassung von uns schreiben und diese hier veröffentlichen.
 
Endlich ist es so weit, geht es weiter zu unserem aktuellen Dreijahresbericht.
 

                                                                         
 
 
   
 
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