Auswandern nach Schweden
+ + + INFO + + + Links unter der Navigation findest Du eine Google Suchfunktion um unsere Homepage besser nach Suchbegriffen die Dich interessieren durchsuchen zu können. + + + INFO + + + Schweden hat im Sommer 2017 auch endlich die EU Richtlinie 2014/92/EU vom 23.07.2014 zum „Jedermannkonto“ umgesetzt aber trotzdem machen die Banken immer noch Probleme beim eröffnen eines Kontos und verlangen die schwedische Personennummer und ID- Kort. + + + INFO + + + Die letzten 2 bis 3 Jahre gab es ebenso viele Änderungen der schwedischen Einwanderungsformalitäten, mehr dazu unter: Die Formalitäten! + + + INFO + + + Um Dir das schöne Land Schweden näher zu bringen und einen tollen Urlaub im schönen Ostsmåland zu verbringen kann man unser beliebtes Ferienhaus mieten. Du kannst es Dir unter: http://www.ferienhaus-smaland.se ausführlich anschauen. + + + INFO + + +

   
  Auswandern nach Schweden
  Test 8
 
 
Hier geht es nun wie 2014 versprochen weiter, und wir erzählen Dir nun, wie es uns hier ab dem sechten Jahr in unserer neuen Wahlheimat ergangen ist.
 
Die erste Zeit 4
 
Im Februar 2018 waren es zehn Jahre, die wir in nun Schweden leben. Wir möchten Euch jetzt weiter berichten und schildern wie wir die letzten vier Jahren so gelebt haben und was uns so alles passiert und was in Schweden so alles geschehen ist.
Leider hat sich die Welt und auch Schweden in den letzten Jahren doch sehr verändert und das nicht nur zum positiven aber dazu später mehr. 
 
Nun schauen wir uns das Jahr 2014 an.                  Rosenfors den 20.02.2014
 
Ja wo fangen wir jetzt an? Ach, am besten wo wir letztes mal aufgehört haben.

Yvonne hatte ja wie schon im letzten Bericht erwähnt dieses Jahr von der Altenpflege in der Oskarshamn Kommune in die Hultsfred Kommune gewechselt und da im Altenheim für Demenzkranke in Målilla als „Vikarie“ (Vertretung) angefangen zu arbeiten und konnte sich die Arbeit dort mehr oder weniger selbst einteilen was uns durch die Arbeit mit unserem Ferienhaus ganz recht war. Sie kann sich im Internet auf einer Seite für die Schichten Sie machen will freischalten. Sie bekommt dann wenn Sie gebraucht wird eine Anfrage und kann entscheiden ob Sie arbeiten will oder nicht. Die Arbeit mit den Senioren dort machte Ihr viel Freude, Sie hat ein sehr gutes Verhältnis zu Ihren Kolleginnen und die Arbeit macht Ihr dort viel Spass.
Nach dem die Schneemassen der vergangenen Winter unser altes Vordach so weit runtergedrückt hatten das die Haustür darunter klemmte haben Ende Januar ein neues, vernünftiges Vordach bauen müssen. Pünktlich zu Baubeginn, war ja klar, fing es an zu schneien, aber das hält in Schweden keinen Handwerker auf!
 
       
 

Kurze Zeit nach dem Sie in der Altenpflege angefangen hat bekam Sie noch die Zusage für eine andere Teilzeitarbeitsstelle auf die Sie sich beworben hat. Das ist eine Bemanningsfirma (Leihfirma) für Dienstleistungen rund um Haushalts- und Firmendienstleistungen von handwerklichen Arbeiten wie Schreiner- Malerarbeiten, montage von Küchen und Reinigungsdienste, halt alles was um und an Gebäude gemacht werden muss/kann.
Bei ihrem ersten Auftrag wo hier im Nachbarort im Sägewerk die Büros geputzt werden sollten meldete sich ihre Chefin und sagte Ihr: „Fahr mal dort hin rede mit dem Zuständigen und schau Dir an was da gemacht werden muss und sag mir wie lange Du dafür brauchst, aber plane das so so dass Du keinen Stress hast.

Upps, das wäre in Deutschland undenkbar, dort bekäme man gesagt dafür hast Du so und so viel Zeit und Du musst sehen wie Du damit klar kommst oder auch nicht.
Seit dem putzt Sie dort die Büros und verglichen mit Deutschland und den Löhnen dort verdient Sie hier richtig gutes Geld und hat hier noch über 2,- Euro Netto! mehr wie der Mindestlohn in Deutschland Brutto ist.
Diese Arbeit macht Ihr Spass weil Sie eine sehr gute Chefin hat und Sie sich die Arbeit auch hier einteilen kann wie Sie will. Zu dem Thema Arbeit gibt es später noch mehr!
 
Im März kamen dann nach den Feriengästen im Januar die nächsten Feriengäste und danach hatten wir wieder ein paar Wochen Freizeit bevor die Saison Anfang April so richtig los ging.
Unser Ferienhaus war für diesen Sommer schon sehr früh ausgebucht und wir freuen uns darauf das die Saison so richtig los geht und wir unseren Feriengästen einen schönen Urlaub bereiten zu können.
 
Im Sommer haben wir dann an unserem, im letzten Jahr November, schon ausgeschachteten Gartenteich weiter gebaut. Wir haben ungefähr 140 m² Vlies und Teichfolie, 6 Tonnen Kies und 3 Tonnen Mutterboden bestellt verarbeitet. Beim verlegen der Folie die richtig schwer war haben und unsere Feriengäste geholfen, vielen Dank Andrea und Michael!
Er ist knapp 2 m tief, enthält ca. 23 m³ Wasser und wir meinen der Teich passt sich prima in das Grundstück ein.
 

Ende August, Anfang September waren Haralds Eltern nach einem Jahr krankheitsbedingter Pause wieder bei uns im Urlaub worüber wir uns sehr grfreut haben.
Leider mussten wir in dieser Zeit auch unseren letzten Yorkshire Terrier Floyd wegen schwerer Krankheit im Alter von fast 15 Jahren einschläfern lassen und Triton war nun mit Aragorn allein.
 
Im September haben wir noch unseren Parkplatz, der nur noch aus Dreck und Unkraut  bestand,  ausbaggern und mit Schotter und  einer  Kies-schicht neu machen zu lassen.






Am 14. September fand die Wahl zum schwedischen Reichstag statt an der wir als schwedische Staatsbürger auch das erste mal teilgenommen haben.
Die Regierung von Frederik Reinfeld wurde wegen Fehlern die ihnen die Schweden übel genommen haben abgewählt.
Seine Regierung hat in ihrer Amtszeit z.B. den Rentnern die Renten gekürzt und kurze Zeit später für einige Bereiche die Unternehmenssteuern gesenkt. Außerdem scheint vielen Schweden und auch uns nicht gefallen zu haben das einige Bereiche wie Apotheken und Altenpflege für privaten Markt freigegeben wurden und pompt aus Profitgier z.B. in der Altenpflege die ersten Missstände aufgetreten sind wo Patienten aus Profitgier nicht richtig versorgt wurden. Auch die Zuwanderungspolitik der Regierung scheint den Schweden nicht gefallen zu haben was auch das erstarken der nationalistischen Sverigedemokraten zeigt die bei dieser Wahl landesweit mit rund 13% doppelt so viele Stimmen wie 2010 (6%) bekommen haben.
Das alles haben die Schweden nicht vergessen und haben ihre Meinung, anders wie in Deutschland, mit dem Stimmzettel kunt getan.

Im Dezember ist dann plötzlich und unerwartet Haralds Vater verstorben was uns sehr getroffen hat.
 
Das Jahresende war dann nach diesem Ereignis nicht so schön und sehr traurig.

 
Heiligabend fing es pünktlich zu Weihnachten an zu schneien das wir auch, wenn das Jahr so traurig geendet hatte, wenigstens weiße Feiertage hatten.
 




Den Jahreswechsel haben wir dieses Jahr sehr ruhig mit unseren Freunden verbracht.
 
Nun betrachten wir das Jahr 2015.
                
Rosenfors den 22.01.2015
 
Nach einem sehr ruhigen und besinnlichen Jahreswechsel gingen wir dann das Jahr 2015 an für das wir uns wieder einiges vorgenommen haben.
Der Winter war dann nix Halbes und nix Ganzes.
 
Unser Ferienhaus war schon seit Oktober letzten Jahres für die Saison 2015 so gut wie ausgebucht. Eigentlich hatten wir ja für März eine Tour nach Deutschland geplant aber dadurch das Anfang April schon die Saison im Ferienhaus so richtig begann und wir noch alles für die Saison vorbereiten und einige Sachen renovieren mussten fiel die leider ins Wasser.
Der Winter war dann doch sehr zeitig zu Ende sodass wir Ende April begonnen haben am Gartenteich eine schöne Terrasse bis übers Wasser zu bauen. Dafür wurden Bodenschrauben in die Erde gedreht aus die das Balkenlager gelegt wurde.
 
       

 
So weit ist unser Gartenteich jetzt fertig und muss nur noch mit mehr Pflanzen bestückt werden.
Den Sommer über hatten wir viele nette Feriengäste mit denen wir viel Freude hatten.
 

Im Okober ging es dann an das nächste Projekt, unsere neue Garage für Anhänger, Rasenmäher, Schneefräse und Gartengeräte.
 

Dazu haben wir erst mal das alte Fundament und die alte Kiste wegreisen und eine Schotterplatte herstellen lassen.





Die Garage haben wir als Bausatz bestellt und Harald hat sie mit seinem Kumpel Rudi in 2 Tagen selbst aufgebaut und später gestrichen.
Somit haben wir alles was wir uns für dieses Jahr vorgenommen haben geschafft und weiter an unserem kleinen Paradies gearbeitet.

 
Die Feriensaison ist dann auch Ende Oktober so langsam zu Ende gegangen und insgesamt war die Saison gut mit vielen netten Gästen.

Die letzten Jahre haben wir hier in der Gegend immer öfter Einbruchsserien unserer osteuropäischen „Facharbeiter für spontane Eigentumsüber-tragung“. Wie die Polizei herausgefunden hat kommen sie aus Polen, Rumänien, Lettland oder Littauen mit der Fähre, räumen an einem Wochenende mehrere meistens Ferienhäuser aus und sind dann ruckzuck mit der Fähre wieder veschwunden. Daher haben wir entschieden für unser Wohnhaus, Ferienhaus und die zwei Garagen eine Alarmanlage installieren zu lassen.
Diese hat Bewegungs- Feuermelder, Tür- kontakte und einen Anschluss an eine Zentrale die im Alamfall Mitarbeiter, Polizei oder Feuerwehr alarmieren. Dies hat noch den angenbehmen Nebeneffekt das wir auch einen ordentlichen Rabatt bei der Hausver-sicherung bekommen. Jetzt hat man nachts oder wenn man nicht zu Hause ist ein besseres Gefühl.
 
Im Dezember bekam Yvonne dann von der Firma einen Firmenwagen gestellt da sie doch einiges für die Firma unterwegs ist.





Ende des Jahres bekamen wir den Bescheid das Telia vor hat hier im Dorf Glasfaserkabel (Fibernät) für super schnelles Internet verlegen will und wir uns dafür anmelden könnten. Wenn sich genügend Haushalte dafür an-melden wird es wohl was werden was uns sehr freuen würde.
Einen kleinen Nebengeschmack hat die Sache allerdings denn der An-schluss kostet pro Haushalt 21.000:- SEK, ca. 2.200,- Euro. Naja, eigentlich können wir froh sein in so einem kleinen Dorf am Ar... der Welt überhaupt Glasfaserkabel zu bekommen und was ist heutzutage schon kostenlos! 
Nicht umsonst liegt Schweden beim Ausbau des Glasfasernetzes aller OECD Staaten auf Platz 4 weit vor Deutschland auf dem 30. Platz.


Winter gab es dieses Jahr, jedenfalls vor Silvester, auch keinen und außer ein paar Nächten mit Nachtfrost hatten wir keinen Schnee und über Weihnachten +10°.   

So nun ist es gut für dieses Jahr, wir haben schon wieder jede Menge von dem geschafft was wir uns vorgenomen haben und lassen das Jahr 2015 jetzt in Ruhe ausklingen.
 

Den Jahreswechsel haben wir wieder wie sonst schon einige Jahre schön mir unseren Freunden verbracht.

 
Nun schauen wir uns das Jahr 2016 an.          Rosenfors den 27.03.2016

Nach dem das letzte ganz gut und erfolgreich verlaufen war hoffen wir nun das 2016 auch so gut wird.
 

Anfang Januar wurde es doch noch Winter mit herrlichem Winterwetter, Temperaturen bis -21° und viel Sonnenschein. Dieser Winter war nur ein kurzes Schauspiel aber trotzdem schön. Die Klimaerwärmung kommt auch in Skandinavien an denn selbst in Nord-schweden sind die Winter nicht mehr so wie früher.
 
Im Februar hatten wir schon wie die letzten Jahre die ersten Feriengäste zu Gast.

Ebenfalls im Februar haben wir uns einiger Problembäume angenommen die eine Gefahr darstellten wozu auch eine große Kiefer vorne an der Grundstücksecke gehörte. Sie war bis auf ein paar Äste ganz oben dürr und andauern fielen bei Wind dicke Äste auf die Straße.
Die Kiefer hatte aber eine stärkere Neigung zur Straße so dass die nicht so einfach zu fällen war sonst hätten wir das ja selbst erledigt.
 
Ein Bekannter Bauer von Yvonne der so was auch nebenberuflich macht hat einen Traktor und Anhäger mit Kran.
Er hat sich dan bereit erklärt die Sache zu übernehmen. Er hat die Kiefer dann mit dem Kran des Anhängers abgestützt und auf unser Grundstück gefällt.
 
Die anderen 3 kleineren Problembäume am Parkplatz die ebenfalls, wie der eine der beim letzten Sturm auf den Parkplatz gefallen war, drohten umzufallen hat Er dann auch direkt entfernt.

So lange wie der Winter gebraucht hatte so schnell verschwand er auch wieder und im März vor Ostern hatten wir schon das herrlichste Wetter mit bis zu 15° und da haben wir schon mit den Gartenarbeiten angefangen und z.B. einen neuen Weg zum Ferienhaus mit Platten verlegt.

Im Juni bekamen wir dann den Bescheid das sich genügend Haushalte in Rosenfors für das Fibernät entschieden hatten und es nun bis Mitte 2017 verlegt werden sollte.
Den Sommer über hatten wir sehr schönes Wetter, er verlief sehr schön und vor allem ruhig über hatten wir viele nette Feriengäste und unter anderem auch wieder ein paar die nach Schweden auswandern wollen.


Dadurch das Yvonne Ende 2015 den Firmenwagen bekommen hatte brauchten wir ja nun keine 2 Autos mehr und der Audi stand den ganzen Sommer nur noch rum. Wir haben uns daher im Juli überlegt einen der beiden zu verkaufen und haben uns dann für Yvonnes Audi entschieden der auch, weil er noch super in Schuss war, schnell verkauft war.

Ab August kam es in Schweden wie auch in Deutschland und großen Teilen Europas zu einer beispiellosen Flüchtlingswelle. Schweden hat in dieser Zeit gemessen an der Einwohnerzahl die meisten Füchtlinge, ca. 160.000, in Europa aufgenommen was für ein Land mit rund 10 Mio. Einwohnern sehr viel ist.
Traurigerweise, so muss man das leider sagen haben sich die Probleme mit vielen der Flüchtlingen besonders in einigen Stadtteilen der Großstädte Stockholm, Göteborg und Malmö verschärft.
Ende 2015 wurde bekannt und stand in der Zeitung dass auch hier in Rosenfors
einem Dorf mit 270 Einwohnern in ein paar Mietshäusern über 100 Flüchtlinge einquatiert werden sollten.
Anfang 2016 wurden dann vom Migrationsverket 65 Flüchtlinge in zwei der private Mietshäuser einquatiert. Wir hatten ja alle hier gehofft das es weil es erst
seitens des Betreibers und des Migrationsverkets hieß es sollten überwiegend Familien mit Kindern kommen das alles ruhig und gesittet verlaufen würde. Anfangs waren auch drei Frauen und ein paar Kinder dabei aber nach kurzer Zeit waren dort nur noch Männer, was dann leider auch nicht ohne Probleme blieb. Überall wo sie liefen und sich aufhielten, selbst auf dem Kinderspielpatz, lagen auf einmal haufenweise Ziggaretten-kippen und Müll rum. Einige Schweden mit Kindern haben sich deswegen bei der Kommune beschwert und ein Artikel hat auch deswegen auch in der Tageszeitung gestanden. Auch viele Frauen fühlten sich auf den Wegen durchs Dorf mehr wohl und haben einen großen Bogen um die Unterkünfte gemacht oder haben sich im Sommer zum sonnen nicht mehr in den Garten gelegt.
Dem Hund einer Nachbarin, die wir kennen, deren Grundstück an das der Mietshäuser grenzte hat einer oder mehre gegen den Kopf getreten das er auf der einen Seite die ganze Lefze tief aufgerissen, fast alle Zähne verloren hat und auf dem einen Auge blind ist.
Ebenso hat sich der Platz wo die Wertstoffcontainer stehen immer mehr zu einer Müllhalde entwickelt weil sie alle ihren Müll der dort nicht hingehört einfach wahllos hingeschmissen haben. Solche Zustände hatte es bevor wir die Flüchtlinge bekamen nie gegeben da war immer alles sauber.


 
Im Herbst ist die private Unterkunft vom Migrationsverket geschlossen worden und die Flüchtlinge sind auf andere staatliche Einrichtungen nach Västervik verlegt worden. So wie wir erfuhren sind wohl einige Bewohner in Rosenfors die daraufhin aufgeatmet haben.
 
Im September hat Yvonne, weil Handwerker in der Firma einen größeren Firmenwagen brauchten den großen abgegeben und gegen einen kleineren und neueren eingetauscht der für Sie völlig ausreichend war.
Kurze Zeit später hat die Chefin ihr die Zuständigkeit für die Hultsfred Kommune übertragen. Das heißt für Yvonne einiges mehr an Arbeit denn sie muss zu den Kunden fahren, Angebote machen, sich um die Auf-träge kümmern in dem Sie Personal zusammenstellt und einteilt was Ihr großen Spass macht. Leider hatte sie nun keine Zeit mehr in der Altepflege zu arbeiten und musste sich leider aus dem Mitarbeiterpool der Kommune rausnehmen lassen was eigentlich auch schade war da es Ihr viel Spass gemacht hatte.

Ende September haben wir uns dazu entschlossen auch unseren VW Passat mit über 270.000 km zu verkaufen den wir zu dem Zeitpunkt 6 Jahre gefahren hatten. Er fing auf einmal überall an zu rosten und einige Dinge funktionierten auch schon nicht mehr. Wir sind dann auf der Suche nach einem schönen Kombi wer weiß wie lang teilweise über 100 km im Umkreis rumgefahren und haben uns viele Audi A6, VW Passat und Volvo Kombi der Baujahre 2006 bis 2010 angeschaut. Wir haben uns dann gefragt was mit der Qualität der Modelle von den Audi und VW los war denn sehr viele Autos dieser Baujahre hatten teilweise schon große Rostprobleme. Da kamen schon dicke Rostblasen an Kotflügel- und Hecklappenkanten und hinter den Zierleisten raus. Bei den Volvos, selbst noch älteren Modellen der Baujahre 1998 bis 2005, fand man selten Rost und die sahen noch richtig gut aus.
 
Wir haben dann durch einen Zufall in Vimmerby unser Traumauto, einen sehr gepflegten schönen weißen Volvo V70 T5 ohne Rost und mit fast kompletter Ausstat-tung gefunden. Zufällig, was kein muss war, hatte der auch noch Allrad was in Schweden nicht unbedingt ein Nachteil ist. Der Händler hat unseren Passat auch noch in Zahlung genommen. So brauchten wir uns um den Verkauf nicht zu kümmern.

Im Dezember fingen sie dann hier bei uns in der Seitenstraße an das Fibernät zu verlegen was dann auch sehr zügig vonstatten ging.
 
Am 2. Weihnachtsfeiertag kam die Firma und zog mir einer Maschine ohne zu graben vom Haus bis an die Dorfstraße das Leerrohr auf dem Grundstück in den Boden was ehr interessant war.




Im Dezember bekam Yvonne auf einmal starke Bauchschmerzen und wir sind sofort ins Krankenhaus nach Oskarshamn gefahren. Dort wurde Sie untersucht und mit Verdacht auf Blinddarm mit dem Krankenwagen nach Kalmar ins Krankenhaus gebracht weil die dort wohl für solche Sachen spezialisiert sind. Nach weiteren Untersuchungen sollte Sie
minimalinvasiv operiert werden.
Bei der Aufnahme auf die chirurgische Station durfte Sie sich im Zimmer noch nicht mal auf das Bett setzen sondern musste erst wegen den MSRA Krankenhauskeimen mit einem speziellen Duschgel duschen.
Zu diesem Thema ist auch dieser Artikel sehr interessant. Untersuchungen belegt das sich in Deutschland über 20%! aller operierten (Tendenz steigend!) mit den gefährlichen MSRA Viren infizieren. In Schweden wie auch allen anderen skandinavischen Ländern liegt diese Quote wie auch in den Niederlanden bei unter 1%!

Sie wurde dann nachts um 2:30 Uhr operiert was aber dann doch wegen anderer Ursachen mit einem 15 cm langen Bauchschnitt gemacht werden musste, der Blinddarm wurde aber auch direkt mit entfernt.
Alles ist super verlaufen und den nächsten Tag konnte Sie schon wieder nach Hause. Die weitere Versorgung mit Verbandwechsel usw. wurde hier in der Vårdcentral gemacht. Allein schon die Hygiene und die Versorgung im Krankenhaus hat uns wieder mal erstaunt wie viele Schwestern sich da um sie gekümmert haben.
Wir haben bis jetzt im schwedischen Gesundheitsystem weder lange Warte-zeiten auf Termine noch andere Probleme bei Behandlungen gehabt. Ganz im Gegenteil die medizinische Versorgung ist unserer Meinung nach hier in Schweden besser wie in Deutschland denn hier bekommt Harald z.B. für seinen kapputten Rücken gute Schmerztabletten die seine Krankenkasse in Deutschland nicht mehr bezahlt hat und er da nur Paracetamol und Ibuprofén bekommen hat die nichts nutzten und nur Magenprobleme ver-ursacht haben. Daher können wir einige Leute die sich über das schwedische Gesundheitssystem beschweren nicht verstehen.
Gut, man hört und liest schon mal dass es auch in Schweden in Ballungs-gebieten oder einsamen Gegenden oben im Norden Ecken gibt wo die Versorgung nicht so gut ist aber das ist sie in dünn besiedelten Gebieten Deutschlands auch nicht.
Dazu müssen wir aber dann auch sagen wer als Rentner oder gesund-heitlich Angeschlagener der eine gute ärztliche Versorgung braucht in den Norden zieht wo das Leben sowieso schon durch weite Wege, lange Winter und schlechtere Versorgung beschwerlicher ist hat sich entweder nicht richtig informiert oder ist es selbst in Schuld und braucht sich dann auch nicht zu beschweren. Man kann, auch von schwedischen Staat, nicht verlangen das er in Gebieten wo vielleicht 3 Einwohner auf dem Quadat-kilometer leben eine riesige Gesundheitsversorgung schafft oder aufrecht erhält.
Wir hatten uns vor unserer Auswanderung extra, weil wir wegen Harald's kaputtem Rücken und einiger anderer chronischer Erkrankungen, Wert auf eine gute ärztliche Versogung legten ausgiebig informiert. Daher wussten wir das die Versorgung im Süden, speziell im Kalmar län, sehr gut ist und sind extra nach Ostsmåland gezogen.
 
Die Weihnachtsfeiertage haben wir dieses Jahr, da unsere Freunde erst nach Weihnachten hoch kamen, allein in aller ruhe verbracht und Silvester haben wir wieder zusammen gefeiert.
Das Jahr 2016 ist auch, von Yvonne's OP abgesehen, wieder erfolgreich ohne große
Zwischenfälle und Probleme verlaufen und es freut uns dass wir wieder vielen Feriengästen, bei denen wir uns auch recht herzlich bedanken möchten, einen schönen Urlaub bereiten konnten.
 
Das Jahr 2017 scha
uen wir uns nun an.         Rosenfors den 27.05.2017

So langsam gehen wir auf unser 10 jähriges Jubiläum zu und nun sehen wir uns das letzte Jahr davor an.
Nach einigen leichteren Schneefällen wo der Schnee jedes mal schnell wieder weg ging hatten im Februar die ersten Feriengäste die sogar auch Schnee hatten was uns für Sie gefreut hat.

 

Im Februar ging es dann weiter, sie haben obwohl noch Schnee weiter das Fibernät verlegt. Dieses mal haben sie die Hauptleitung über unser Grundstück verlegt denn es sollte ja im Mai fertig sein.





Es gab dann immer mal wieder etwas Schnee aber ein richtiger Winter ist was anderes.
Ende März am 27.03.2017 kam dann die Firma und hat das Fibernät bis bei uns ins Haus verlegt, hat den Medienumwandler und das Modem installiert.
Anfang April früher als erwartet lief dann unser Internet und Telefon über das Glasfasernetz und war, obwohl wir nur 250 Mbit/sek von möglichen 1.000 Mbit/sek gewählt haben, hammerschnell und mehr als ausreichend.


Im Mai wurde in der Hultsfred Kommune ein neues Mülltrennungssystem eingeführt. Es wurden 2 größere Mülltonnen mit entweder 240 L oder 370 L und je 4 Fächern an die Haushalte ausgeliefert.
Wir finden es aber schön das man auch die Wahl hatte und konnte wenn man wollte die alte Mülltonne be-halten. Wir sehen die Mülltrennung als wichtig an und haben uns da wir ja auch das Ferienhaus haben für die zwei größten 370 L Mülltonnen ent-schieden. In die Tonnen kommen jetzt getrennt Bio- und Restmüll, Klar- und Buntglas, Zeitungen, Pappe-, Plastikverpackungen und Metall. Die Tonne 1 wird alle zwei und Tonne 2 alle vier Wochen geleert.

Mit dem neuen Müllsystem hat die Kommune die Leerung der Tonnen in private Hand gegeben was nicht so gut war denn es gab und gibt immer noch große Probleme weil Firma scheinbar so günstig ist das überwiegend nur ein Fahrer auf dem Müllwagen ist der wegen jeder Tonne aus- und wieder einsteigen muss. Andauernd werden einzelne Mülltonnen vergessen zu entleeren oder es werden ganze Straßenzüge vergessen. Es hat schon unzählige Beschweden gegeben und einige Artikel haben deswegen auch schon in der Zeitung gestanden, scheint als wäre die Firma damit hoffnungslos überfordert. Auch die Leerungszeiten der Tonne 2 mit Pappe- und Plastikmüll alle 4 Wochen ist etwas lang weil die Fächer meist schon nach 2 bis 3 Wochen voll sind, vielleicht spielt sich ja noch alles ein oder es wird noch etwas geändert.
Das ist aber wieder mal ein gutes Beispiel, ebenso wie die teilweise Privatisierung der Apotheken und Altenpflege, das gewisse Dinge und Aufgaben doch besser in staatlicher und kommunaler Hand bleiben sollten. In privater Hand geht es dann oft nur noch um „Profite“ und es treten Missstände auf weil entweder die Versorgung schlechter wird und/oder die Kosten steigen.

Auch dieses Jahr hatten wir wieder ein trauriges Ereignis denn Yvonnes letzte Oma die am Bodensee lebte ist mit 91 verstorben was sehr traurig war. Nun hat Yvonne aus dieser Familie nur noch ihren Onkel in Amerika.

Da die Küche in unserem Wohnhaus noch die erste aus dem Jahr 1969 war haben und es Zeit wurde die nach fast 10 Jahren zu erneuern haben wir uns dazu entschlossen im Herbst unsere Küche und Esszimmer komplett von Grund auf zu renovieren. Im Sommer ist unsere neue Küche von Yvonne's Chefin geplant worden. Ende Oktober begannen die ersten Vorbreitungen und wir haben schon mal alles was wir nicht oft brauchten eingepackt.











Nun noch ein kleiner Blick ins Jahr 2018.
      Rosenfors den 28.01.2018

 

Fazit:

 
Wir verabschieden wir uns nun bis dann und sagen: Hej då!   aus dem trotz aller Veränderungen immer noch wunderschönen Schweden!
 


 

 


 
   
 
Design & Copyright © 2007-2017 by Yvonne & Harald Kehne