+ + + INFO + + + Links unter der Navigation findest Du eine Google Suchfunktion um unsere Homepage besser nach Suchbegriffen die Dich interessieren durchsuchen zu können. + + + INFO + + + Schweden hat im Sommer 2017 auch endlich die EU Richtlinie 2014/92/EU vom 23.07.2014 zum „Jedermannkonto“ umgesetzt aber trotzdem machen die Banken immer noch Probleme beim eröffnen eines Kontos und verlangen die schwedische Personennummer und ID- Kort. + + + INFO + + + Die letzten 2 bis 3 Jahre gab es ebenso viele Änderungen der schwedischen Einwanderungsformalitäten, mehr dazu unter: Die Formalitäten! + + + INFO + + + Um Dir das schöne Land Schweden näher zu bringen und einen tollen Urlaub im schönen Ostsmåland zu verbringen kann man unser beliebtes Ferienhaus mieten. Du kannst es Dir unter: https://www.ferienhaus-smaland.se ausführlich anschauen. + + + INFO + + +

   
  Auswandern nach Schweden
  Die erste Zeit 3
 
 
Hier geht es nun wie versprochen weiter, und wir erzählen Dir nun, wie es uns hier ab dem dritten Jahr in unserer neuen Wahlheimat ergangen ist.
 
Die erste Zeit 3
 
Im Februar 2013 waren es fünf Jahre, die wir in Schweden leben. Eins vorweg, wir leben immer noch gerne hier. Normal sollte es ja schon im Februar 2013 einen Fünf- Jahresbericht von uns geben. Da es aber mit unserer schwedischen Staatsbürgerschaft länger dauerte als gedacht, und wir das Thema gerne mit in den Bericht nehmen wollten, wurde aus dem geplanten Fünf- ein Sechs- Jahresbericht. 
 
Nun schauen wir uns das Jahr 2011 an.                 Rosenfors den 20.02.2012
 
Das Jahr fing ruhig an, weil wegen der Schneemassen nicht viel zu machen war. Wir mussten einmal eine ca. 60 cm dicke Schneeschicht von unserem Wintergarten ziehen weil es langsam zu viel wurde.
Unsere Ferienhausrenovierung ging im Winter innen weiter. Wir hatten erst die Rigipsplatten gespachtelt und geschliffen, danach hatten wir noch die Futter um die Fenster und Zimmertüren zurechtgeschnitten und montiert.
 
Im März sind wieder Bekannte, die schon ein Haus hier besaßen, was wir auch betreut haben, in die Nachbarschaft gezogen. Wir haben ihnen bei den Formalitäten geholfen.
Der Winter war diesmal wunderschön. Es sind insgesammt über 150 cm Schnee gefallen. Deshalb dauerte er dieses mal bis Anfang April. Der letzte Schnee ist am 06.04 verschwunden. Nun ging es weiter mit der Reno- vierung in dem wir den neuen Fußboden geholt verlegt haben. Normal hatten wir uns vorgenommen das Ferienhaus bis Ostern fertig zu stellen. Aber durch einige unvorhergesehenen Arbeiten und zeitweise Pausen die Harald wegen seinem Rücken einlegen musste ging es nicht so schnell wie gedacht. Aber es hatte uns ja keiner getrieben.
Im Mai hat Haralds Schwester für zwei Wochen ihren Urlaub bei uns ver- bracht und ist von uns aus mit dem Zug
für ein paar Tage nach Stockholm gefahren, was Ihr sehr gut gefallen hatte.
Im Juli sind dann Haralds Eltern für vier Wochen zu Besuch gekommen, und wir hatten mit Ihnen wieder eine schöne Zeit verbraucht.
Zwischenzeitlich haben wir weiter am Ferienhaus gearbeitet, bis Harald im August durch einen kleinen Sprung von der Eingangsterrasse einen Stich im Rücken verspürte und starke Schmerzen bekam. Diese waren so stark, dass Er kaum laufen konnte. Bei einem Arzttermin stellte sich dann heraus, was wir schon vermuteten. Er hatte sich einen Bandscheibenvorfall zuge-zogen. Daraufhin bekam Er Krankengymnastik verordnet die sich dann über drei Monate hinzog. Anfangs wurde es nicht besser, und wir hatten schon Bedenken, dass Er vielleicht operiert werden müsste. Aber nach einigen Wochen wurde es langsam besser.
Im Oktober - November lag noch kein Schnee, und es gab noch ein paar schöne Tage wo Harald wieder mit ein paar leichten Arbeiten, wie z.B. die Verzierungen am Eingang aufgearbeitet und wieder montieren, begonnen hat.
Der Winter „eierte noch was rum“, und wir erlebten das erste mal grüne Weihnachten und das in Schweden. 
So ging das Jahr 2011 zu Ende, und wir hatten mit Freunden wieder schön Weihnachten und Sylvester gefeiert.
 
Nun betrachten wir das Jahr 2012.                                Rosenfors 22.01.2013
 
Gegen Ende Januar wurde es endlich winterlich und mit bis zu -28° noch richtig kalt. Aber so spät wie der Winter begann, so früh ging er auch wieder zu Ende. Es gab zwar am 07.04 noch einmal pünktlich zu Ostern 10 cm Schnee, die aber auch schnell wieder tauten.
Im Mai hatten die ersten Feriengäste gebucht und daher hatten wir weiter mit Hochdruck an unserem Ferienhaus renoviert. Innen fertig tapeziert, an- gestrichen, die Küche montiert, alles möbliert und dekoriert. Ende März wurde es dann endlich fertig. 
In diesem Jahr hatten wir leider auch wieder einige nicht so schöne Ereignisse und Begegnungen mit nicht so angenehmen Zeitgenossen.
 
Wir hatten unser Ferienhaus noch nicht ganz fertig, die Homepage war gerade online, der erste Feriengast war noch nicht hier, aber siehe da, hatte uns schon jemand versucht auf dem Skatteverket (Finanzamt) anzu- schwärzen. Wir bekamen eine Karte von dort mit der Mitteilung, dass wir uns dort bitte melden sollten, was wir daraufhin auch taten. Die Mit- arbeiterin fragte ausgiebig nach unserem Ferienhaus, der Homepage, und warum wir das Ferienhaus noch nicht bei der Steuerdeklaration angegeben hätten. Daraufhin erklärten wir, dass unser Ferienhaus erst im Mai 2012 das erste mal vermietet würde und es deswegen noch nicht in der letztjährigen Deklaration angegeben sein könnte, worauf sie antwortete, dass das ja dann in Ordnung wäre.
Zu diesem Thema gibt es später noch einiges mehr zu erzählen!
 
Am 11.04  ist unser ältester Yorkshire- Terrier  Gismo im  alter  von 14 Jahren und  5  Monaten  nach  längerer  Herz-
krankheit  gestorben.  Er  war  uns   all
die Jahre  ein treuer  Begleiter  der uns
  nun sehr fehlt.                                     
 
 
 
Im Mai reiste unser erster Feriengast an, und es hatte Ihm so gut bei uns gefallen, dass er nächstes Jahr gleich wiederkommen wollte.
Im Juli gab es ein Unwetter mit über 100 l Regen/m². Das hatte zu Folge das es an den Flüssen Silverån und Emån teils ordentliches Hochwasser gab. Aber außer ein paar lokalen Überschwemmungen in Nachbardörfern gab es kaum Probleme. Die Flüsse haben hier reichlich Platz, sich in den Wiesen und Wäldern auszubreiten. Einzig die Mücken, die nach dem Hoch-wasser mehr wurden, waren nicht so schön. Aber was will man machen, ist halt Natur.
Nach einigen Gästen im Mai und Juni war unser Ferienhaus von Anfang Juli bis Ende August durchgehend belegt.

 
Am 01 08  ist ganz  plötzlich und unerwartet unser jüngster Yorkie „Gideon“  nach   einer  normalen Zahn OP durch  einen Fehler der Tierärztin verstorben.
Die komplette Geschichte kannst
Du   auf   unserer   „Hundeseite“ lesen.
Sein Tod  hat uns sehr  getroffen
weil er so unnötig war!
 
 
Im August waren auch Haralds Eltern mit Hund wieder für einige Wochen zu Besuch - sehr zur Freude von Floyd - der ja ganz allein war. Wir hatten wieder eine schöne Zeit mit ihnen verlebt.
 
Dadurch dass sich leider auch in Schweden die Finanzkrise immer mehr ausweitete, viele Firmen Mitarbeiter entlassen wurden oder ganz ge- schlossen haben, war die Molkerei, auf der Yvonne arbeitete, leider auch davon betroffen, und es wurden mehrere Leute entlassen. So war die dritte nicht so schöne Nachricht, die wir 2012 bekamen, dass sie ihre Arbeit verlor. Da blieb Yvonne nichts anderes übrig, als sich eine neue Arbeit zu suchen, was durch die gestiegenen Arbeitslosenzahlen nicht so einfach war. Hier auf dem Land gibt es weniger Arbeitsplätze als in größeren Städten. Später dazu noch mehr.

 
Als die Eltern mit ihrem Hund wieder abgereist waren, war unser Floyd ganz allein und sehr traurig. Man merkte es ihm richtig an. Wir mussten sehen, das wir für ihn wieder einen Kameraden bekamen. Wir hatten dann bei Blocket einen schönen Mischling gefunden, sind zu der Züchterin gefahren, haben uns den Kleinen angeschaut und gekauft.
 
Am  26.10  ist Triton, ein Mischling aus Lhasa  Apso, Phalene, Bichon Havanais  und  Toypudel  bei   uns eingezogen und unser Floyd  hatte
wieder einen Kumpel.
                    




     Die beiden, ein Herz und eine Seele!        
 
Im November waren die letzten Feriengäste hier, und wir haben die Saison für 2012 beendet. Für die erste Saison war unser Ferienhaus besser belegt, als wir es uns je erträumt hatten. Die Feriengäste waren, was uns natürlich riesig freut, sehr zufrieden und einige wollen sogar nächstes Jahr wieder-kommen was uns um so mehr freut.
Auch dieses Jahr haben wir wieder einigen Leuten bei uns in der Kommune beim Hauskauf und Einwandern geholfen. Aber dieses mal haben wir etwas erlebt, was man eigentlich nicht verstehen kann.
Wir wollten normal nichts darüber schreiben, weil das nicht unsere Art ist, machen es aber nun doch um es als Beispiel zu nehmen und zu zeigen, wie man eine Auswanderung nicht angehen sollte.

Ein Ehepaar zog ein halbes Jahr, nach dem Er uns hier besucht hatte, sich ausgiebig über Hauskauf, Preise und Formalitäten usw. informiert und sich die Gegend angesehen hatte ins Nachbardorf. Sie hatten Ihr Haus in Deutschland verkauft und hatten hier ein Haus gekauft, wo Sie schon mal viel zu viel für bezahlt hatten obwohl wir ihnen angeboten hatten beim Hauskauf mitzugehen und zu übersetzen. Er konnte, wie Er sagte, vom LKW, Bagger, Radlader, Schwimmbagger bis zum Stapler alles fahren was Räder hat. Sie hatten, so wie Sie sagten, vom Hausverkauf in Deutschland so viel Geld übrig, um hier ohne arbeiten zu müssen, drei Jahre problemlos leben könnten. Das erste Jahr wollten Sie nur die Sprache lernen und sich dann wenn die sitzt später um Arbeit bemühen. Also scheinbar gut geplant und beste Voraussetzungen zum Auswandern!
Wir hatten Ihnen dann bei der Personennummer, den üblichen Formalitäten geholfen, ihnen gesagt und gezeigt, wo man z.B. Sprachkurs usw. machen kann, wo man Geschäfte hat und was man hier wo machen kann.

Später! stellte sich aber heraus, dass er zwar die ganzen Fahrzeuge wohl fahren konnte, er aber keinen einzigen Führerschein für diese Fahrzeuge besaß - und das in Schweden, wo man schon fast für eine Schubkarre einen braucht.
Sie sind dann hier in den SFI Sprachkurs gegangen. Aber eine Woche später kamen schon Kommentare wie, da sind ja nur „Ausländer“ drin und da lernt man ja nichts. So wie es aussah, hatte er scheinbar gemerkt, dass er große Probleme mit der Sprache hatte und nicht damit zu Recht kam weil man sich vorher in Deutschland ja nicht damit beschäftigt hatte.
Dann hat er den nächsten Fehler gemacht und ist kurze Zeit später ohne wenigstens einigermaßen schwedisch oder englisch zu können, mit einem englischen CV hier rumgefahren und hat sich bei Firmen beworben, was natürlich erfolglos war.
Wir hatten ihm dann noch eine Firma genannt, wo wir durch Bekannte wussten, dass dort Mitarbeiter gesucht wurden. Er hatte dann auch dort, zwar erst als Aushilfe, aber immerhin, anfangen können. Nach dem er eine Woche gearbeitet hatte, sollte Er für ein paar Tage zu Hause bleiben und sollte die Woche drauf wieder arbeiten kommen. Er meinte dann: „So ein „rumgekasper“ wolle er nicht“ und schmiss alles hin, anstatt foh zu sein eine Arbeit zu haben bei der er erst mal ohne die Sprache zu könenn arbeiten konnte. Zwei Monate später hat die Firma zwei Leute, die auch als Aushilfen dort angefangen hatten, fest eingestellt.
Andere Leute wären froh gewesen, sie hätten so eine Chance bekommen.
Er hat sich dann beschwert, dass die Schweden ihn angeblich nicht wollen. Aber wer solche groben Fehler macht, braucht sich nicht zu wundern, wenn es nicht klappt. Seine Frau hat sich dann auch öfter beschwert, dass man hier auf dem Land ja nicht shoppen gehen kann, es keine Weihnachts-märkte und Karneval wie in Deutschland gäbe. Auch waren wir mal mit ihnen einkaufen wo sie dann lauthals im Laden rumkrakehlte: „Man ist das hier alles teuer“. Und das alles, nach dem er sich bei uns schon vor der Auswanderung ausgibig informiert und sich die Gegend angeschaut hatte.
Aber wenn man sie dann hörte, war ja mal wieder alles Schweden in Schuld. Dann wurden auf einmal gesundheitliche Gründe vorgeschoben, und nach nur 10 Monaten! sind sie mit den Worten: „Schweden wird uns nie wieder sehen, noch nicht mal im Urlaub“ zurück nach Deutschland gezogen.
Dass traurige an der ganzen Geschichte ist die „Falschheit“ mancher Menschen. Anfangs wurde uns dicke Feundschaft vorgespielt, und es wurde oft mehrmals am Tag angerufen, wenn Sie bei Formalitäten usw. Hilfe brauchten. Als Sie dann die Personennummer hatten, die Autos umgemeldet und alle anderen Formalitäten erledigt waren, hieß es auf einmal „Wir telefonieren nicht gern“, und man hörte kaum noch was von ihnen. So lernt man halt nie aus, und wir haken das unter dem Kapitel Erfahrungen ab. Gott sei Dank gibt es auch Menschen, die nicht so sind aber leider werden die wie es aussieht immer weniger. 
 
Anfang November waren die letzten Feriengäste zu Gast, auch dieses Jahr hatten wir wieder viele nette Gäste, und es hat uns viel Spass gemacht, ihnen den Urlaub so schön wie möglich zu gestalten.
Ende November begann der Winter. Es fing an zu schneien, und es lagen innerhalb von ein paar Tagen 50 - 60 cm Schnee, die dann auch liegen blieben.
Nun ist das Jahr vorbei, wir hatten wieder einiges geschafft und hatten es in Ruhe ausklingen lassen. Weihnachten und Sylvester hatten wir wieder wie jedes Jahr schön mit Freunden gefeiert.

 
Nun schauen wir uns das Jahr 2013 an.
                Rosenfors 01.01.2014

 
Das Jahr begann - wie das alte aufgehört hatte - mit viel Schnee. Der Winter war einfach traumhaft und lang. Selbst am 21.03.2013 bekamen wir noch mal ca. 35 cm Neuschnee. Mitte April war der Winter dann endlich vorbei. Nachdem die ersten Feriengäste schon im Februar anreisten, hatten wir noch Zeit, den Garten vom Winterschmutz zu befreien und alles herzurichten, bevor die nächsten Feriengäste Ende April kamen. Leider hat es durch den langen Winter mit dem geplanten Bau des Gartenteichs nicht mehr hingehauen.
Im Februar, pünktlich zu unserem 5 jährigen Jubiläum, hatten wir die schwedische Staatsbürgerschaft beantragt. Leider gab es durch den großen Andrang auf dem Migrationsverkert (Einwanderungsamt) Wartezeiten von 10 Monaten und mehr. Wir hatten die Anträge ordnungsgemäß ausgefüllt, alle benötigten Papiere beigefügt und abgeschickt, nun hieß es warten, Fortsetzung folgt.
Leider gab es auch dieses, wie jedes Jahr, wieder Dinge, die nicht so erfreulich waren. Weil man heutzutage an sozialen Netzwerken nicht vorbei kommt sind wir ja auch bei Facebook, Twitter, Google+, einigen Schweden- und Auswandererforen zu finden. Im Februar wurden wir von Freunden und Bekannten aus Facebook angeschrieben, dass ein „Deutscher“, der in Järnforsen, in der Nähe, selbst ein Ferienhaus besitzt, unser Ferienhaus hinter unserem Rücken bei Facebook schlecht machte und behauptete, es wäre schei.... und viel zu teuer. Das alles obwohl wir mit diesem Menschen noch nie! was zu tun hatten und er unser Ferienhaus überhaupt nicht kannte oder es je gesehen hatte geschweige denn mal drin gewesen ist. Wir haben das dann erst mal zur Kenntnis genommen. Das war erst mal der 2.Teil mit dem Thema. Aber später gibt es dazu noch einiges mehr zu erzählen.
 
Nun noch einmal zu Yvonnes Arbeit. Sie hatte im April bei der Oskarshamn Kommune in der Altenpflege angefangen und arbeitete in einem Altenheim in Kristdala, 30 km entfernt. Anfangs, nach dem, was man von Deutschland so kennt und hört, wo ein Pfleger teilweise für über 25 Patienten zuständig ist, war sie sich nicht ganz sicher ob es was für sie wäre. Nach kurzer Zeit stellte Sie fest, dass es Ihr großen Spass macht mit älteren Menschen zu arbeiten. Das arbeiten dort war sehr angenehm, weil es tagsüber 4 Pflege-kräfte für 11 Patienten gab und Sie Zeit hatte, sich mit den Menschen intensiv zu beschäftigen, sie in Ruhe zu füttern, mit ihnen spazieren zu gehen oder Spiele zu machen.
 

Im Mai hatten wir Haralds Schwester für zwei Wochen zu Besuch, die wieder Ihren Urlaub bei uns verbrachte. Kurze Zeit später, im Juni hatten wir wieder das Haus voll, denn Haralds Tochter mit Mann und Kindern verbrachte ihren Urlaub bei uns. Es war schön, mal wieder einen Teil der Familie zu Besuch zu haben und zu sehen, wie sich die Enkel entwickeln. Im Juli wollten ja auch die Eltern noch kommen. Aber leider ging das aus gesundheitlichen Gründen nicht.
 

Im Juni begann dann der 3. Teil des Themas, denn wieder mal hatte unser Freund versucht, uns anzuschwärzen und Schwierigkeiten zu machen.
 
In der Oskarshamn Tidning stand ein Artikel über eine „Touristikfirma“ in der Hultsfred Kommune, die ein Ferienhaus betreibt und im Dezember 2012 wegen angeblichem! Steuerbe-truges angezeigt wurde.
In dem Artikel wurden weder Namen noch Orte genannt, trotzdem hat irgendeiner den Artikel scheinbar, um uns zu schaden mit dem Ortsnamen Rosenfors und einigen  anderen Angaben wie das Betreiber eine  Hompage betreibt ver-fälscht und hat ihn in einigen Schwedenforen, wo wir auch
 
   Für original Artikel klicken!
 
vertreten
sind gepostet
. Weil wir zu dieser Zeit die einzigsten waren, die in Rosenfors ein Ferienhaus mit eigener Homepage vermieteten, war ja klar, wer damit gemeint sein sollte.
 
Kurze Zeit später wurde uns von Bekannten aus dem Nachbardorf erzählt, dass dieser Mensch aus Järnforsen, der schon unser Ferienhaus bei Facebook schlecht gemacht hatte, hier in der Gegend verbreitete dass man uns wegen wegen Steuerbetruges angezeigt hätte. Ein Schelm, wer dabei böses denkt! 
Uns hatte das aber nicht weiter interessiert, weil wir uns nichts hatten zu Schulden kommen lassen und bis heute nichts von einer Anzeige gehört hatten. Außerdem wissen wir, dass genau dieser Mensch sich
mit seiner Prahlerei und dem Gerede über andere hier in der Gegend sowieso schon unmöglich und lächerlich gemacht hatte und kaum noch einer was mit ihm zu tun haben wollte. Wir hatten uns ja schließlich auch nicht umsonst schon vorher bei einem Steuerberater und dem Skatteverket erkundigt, welche Einnahmen wir wie und wo angeben müssen. Unsere Steuererklärung für 2012 wurde ja auch beim Skatteverket anstandslos anerkannt und abge- schlossen. Ganz im Gegenteil, wir hatten ja auf der Artikel der in die Foren gestellt wurde überhaupt nicht reagiert denn das hatten schon alle gemacht die uns kannten und Er hat da richtigen Shitstorm bekommen. Für uns war das wie uns einige Leute geschrieben haben, eine sehr gute Werbung!   Durch Gespräche mit anderen Ferienhausbesitzern hatten wir erfahren, dass es wohl einige „unangenehme, deutsche Mitmenschen“ hier gab und wohl noch gibt, die versuchen, neu auf den Markt kommenden Ferienhaus-besitzern Schwierigkeiten zu machen oder versuchen ihnen sogar mit Anschlägen, selbst gegen Leib und Leben, zu drohen.
Es ist schon schade, das einige Deutsche anstatt zusammen zu halten, nichts anderes zu tun haben, wie ihre „deutschen Tugenden“ mit nach Schweden zu nehmen und dort nur versuchen anderen das Leben schwer zu machen und dem Ruf der Deutschen zu schaden. Wir fragen uns, was das für Menschen sind, die von Neid und Missgunst so zerfressen sind, dass sie ihre Energie mit solchen Aktionen verschwenden, anstatt selbst etwas auf die Beine zu stellen um im Leben vorwärts zu kommen?
Wir sind gespannt, ob es demnächst noch einen 4. Teil gibt.
Wie sagte Haralds Oma früher schon immer: „Neid ist die höchste Form der Anerkennung.“
 
Auch in diesem Jahr sind wir wieder unzählige male von Auswanderwilligen aus Deutschland, neuerdings auch aus Österreich und der Schweiz ange-schrieben worden. Mittlerweile ist es so viel geworden, dass es uns manchmal, wenn wir so schon genug zu tun haben, schwer fällt alle e-Mails schnell zu beantworten. Wir versuchen aber auch in Zukunft unser Bestes um alle Mails zu beantworten, deshalb sorry wenns mal länger dauert.
 
Anfang November, als die letzten Feriengäste abgereist waren, hatten wir mit dem Bau unseres Gartenteiches begonnen. Weil der Gartenteich ja winterfest und damit in Schweden mindestens 2 m tief sein sollte, haben wir eine Firma aus Hultsfred damit beauftagt ihn auszubaggern.

 
Am 07.11., einem trüben Novembertag, kamen zwei Mann mit einem großen Radlader und einem Dumper. Das eigentliche ausschachten ging, weil es nur Sand und keine Felsen gab, ziemlich schnell und war in knapp 4 Stunden erledigt. Nun konnte sich alles bis im Frühjahr setzen und dann wird er hoffentlich, bevor nächstes Jahr die ersten Feringäste kommen, fertiggestellt sein.
 
Nun wieder zu unserer Staatsbürgerschaft. Im Oktober mussten wir für Harald noch ein paar Papiere nachreichen. Er als Rentner musste noch seine Lebenshaltungkosten belegen und von der Hultsfred Kommune eine Bescheinigung nachreichen, die bestätigt, dass er in den letzten 5 Jahren keine Sozialhilfe oder andere Leistungen in Anspruch genommen hatte. Bei Yvonne war alles in Ordnung. Nach dem wir die Unterlagen nachgereicht hatten, bekamen wir im November endlich unsere Urkunden, dass wir schwedische Staatsbürger sind.
JUHU WIR SIND SCHWEDEN!       
 
Eine Woche später hatten wir unsere Nationelle ID- Kort und die schwed-ischen Reisepässe bei der Polizei in Hultsfred beantragt, die wir eine weitere Woche später abholen konnten.
 

Unser „Floyd“ war ja noch recht fit, aber auch immerhin schon 14 Jahre alt, hatte lieber seine Ruhe und wollte nicht mehr so viel spielen und raufen. Deswegen haben wir Anfang Dezember für Triton noch einen Kameraden gekauft. Er heißt „Aragorn“, ist von den gleichen Elterntieren wie Triton und zog im Januar 2014 bei uns ein.
 
Der Winter 2013 - 2014, der laut Meterologen der härteste seit 100 Jahren werden sollte, fiel dann wegen „is nicht“ aus.

 

 
Wir hatten grüne Weihnachten und Sylvester und bis Januar keinen nenneswerten Schneefall. Selbst die Feriengäste, die wir über Weihnachten - Sylvester hatten, hatten sich gewundert und waren entäuscht.
Wir hatten dann Weihnachten wieder mit Freunden und Sylvester - weil unsere Freunde keinen Urlaub bekamen - schön ruhig und allein verbracht.

 
Nun noch ein kleiner Ausblick ins Jahr 2014       Rosenfors 06.03.2015
 
Anfang Januar hatten wir immer noch keinen Schnee, und es war für diese Jahreszeit viel zu warm.
 
Am 05.01 hatten wir Aragon, Tritons und Flodys neuen Kumpel abgeholt und Er verstand sich ganz toll  mit den beiden.
     
 
 
 
 
 
Hier war er 8 Wochen und
wog 2.480 g.
 
Weil Yvonne als Vertretung im Altenheim in Kristdala nur 1 bis 2 Einsätze die Woche hatte, bewarb sie sich noch auf der Hultsfred Kommune für die Altenpflege, wo Sie dann auch im Januar anfangen konnte. Dort verdient Sie noch mehr und hatte nur noch maximal 5 km zu fahren. Sie konnte sich als Vertretung in der Altenpflege die Arbeitszeiten selbst einteilen und sich für die Tage, die Sie arbeiten wollte, per Internet freischalten was uns wegen dem Ferienhaus sehr entgegenkam. Wenn alles klappte, sollte Sie Ende des Jahres noch eine Ausbildung in der Altenpflege machen.
 
Nun hoffen wir mal, dass der Winter nicht allzu lange dauert, sodass wir den Gartenteich noch rechtzeitig fertig bekommen, bevor Ende März die ersten Feriengäste kamen.
So weit war es das bis hier hin. Nun hoffen wir, dass es wieder ein gutes Jahr wird.
 
Fazit:

 
Die Jahre 2011 - 2013 waren auch schöne und interessante Jahre, in denen wir wieder viele nette und auch weniger nette Leute kennengelernt hatten. Einigen haben wir wieder helfen können, hier Häuser und Ferienhäuser zu kaufen oder ganz einzuwandern. Da Schweden die Einwanderungsbe- stimmungen in den letzten Jahren verschärft hatten, siehe unter die Formalitäten, ist es nicht mehr so einfach hier einzuwandern. Zusätzlich durch den schlechten Wechselkurs der letzten Jahre sind die Haus- und Ferienhauskäufe von Deutschen hier erheblich zurückgegangen.
Wir bekamen auch wieder mit und haben einige Leute kennengelernt die meistens durch eigene Fehler gescheitert sind und wieder nach Deut-schland zurückziehen mussten. Schade ist nur, dass die meisten dieser Leute dann nicht ehrlich sind, nicht die Wahrheit sagen, sondern „fadenscheinige“ Ausreden wie, aus „gesundheitlichen“ Gründen o.ä. vorschieben. Dann sitzen sie dann in Deutschland und machen Schweden oder gar „die Schweden“ für ihre eigenen Fehler oder scheitern ver-antwortlich, schimpfen nur auf Schweden und reden alles schlecht. Schweden ist ja so schrecklich! 
 
In den vielen Zuschriften, die wir jeden Monat bekommen, beschweren sich die Leute oft über die Zustände in ihren Ländern. Es ist nicht schön zu lesen, wie sich die Zustände in Deutschland, aber mittlerweile auch in Österreich und der Schweiz scheinbar rapide verschlechtern. Sieht man dann noch, wie schnell die Politiker in Deutschland nach der Wahl 2013 ihre Wahlversprechen über Bord warfen und sich wieder von den Lobbyisten der Wirtschaft führen liesen, kann man verstehen, dass so viele auswandern wollen. Andauernd las und hörte man neue Armutsberichte, wonach Millionen Kinder, Arbeitnehmer und Rentner in Armut leben müssen. Selbst von denen die noch Arbeit hatten hörte man immer öfter dass sie für Hungerlöhne arbeiten oder in mehreren Jobs arbeiten müssten, weil sie sonst Miete, Strom und Heizkosten nicht mehr bezahlen könnten.
Vom Gesundheitssystem in Deutschland hörte man auch immer öfter, dass dort akuter Pflegenotstand in Krankenhäusern und Altenheimen herrscht weil viel Pflegepersonal fehlt oder man das Personal oft nicht mehr versteht, weil viele Ärzte und Mitarbeiter aus Osteuropa, Asien oder anderen Ländern stammen. Außerdem würden Wartezeiten auf Arzttermine und Operationen immer länger, und manche Ärzte nehmen schon keine „Kassenpatienten“ mehr an. Wenn man dann mal einen Arzttermin hat, muss man sich oft mit den Krankenkassen wegen der Kostenübernahme für Behandlungen streiten, weil diese immer mehr Leistungen streichen.
Irgendwie kann man das ganze nicht verstehen und nachvollziehen, wenn „Mutti“ Merkel immer sagt: Deutschland geht es ja soooo gut wie nie! 
 
Gut, in Schweden gibt es auch ein paar Sachen, die nicht ganz in Ordnung und verbesserungswürdig sind aber aufgrund dessen, das Schwedens Staatshaushalt einer der gesündesten in ganz Europa ist und Schweden, wie übrigens auch alle! anderen skandinavischen Länder, die Länder mit der geringsten Korruption weltweit sind, ist hier vieles noch besser. Auch die viel höhere Transparenz wo fast alles, auch Einkommen der Nachbarn und der Politiker, öffentlich einsehbar ist und Politiker alle Einkünfte offen legen müssen, macht es der Korruption schwer.
Die Regierung von Frederik Reinfeldt hatte hier in der Vergangenheit ähnliche Fehler begangen wie sie in Deutschland gemacht wurden und hatte z.B. den Rentnern die Renten gekürzt und kurze Zeit später teilweise die Unternehmenssteuern gesenkt. Dann hatten Sie angefangen die Apotheken und Altenpflege zu privatisieren und prompt wurden in privaten Altenpflegeheimen die ersten Pflegemissstände aufgedeckt weil „Profite“ ja wichtiger sind wie eine gute Betreuung. Bei den privaten Apotheken wurden nicht so rentable Filialen auf dem Land geschlossen oder die Öffungszeiten wurden stark reduziert und die Preise haben angezogen.
Die Sozialdemokraten verurteilten dies weil sie der Meinung sind dass im Gesundheitswesen keine Profite gemacht werden sollten was übrigens auch unsere Meinung ist. Im Falle eines Wahlsieges 2014, so sah es jedenfalls aus wollten sie diesen Trend wieder stoppen, wir sind mal gespannt.
Viele Schweden fragen uns immer wieder warum wir und so viele Deutsche nach Schweden auswandern. Den Deutschen ginge es doch so gut, und sie hätten viel Geld.
Unterhält man sich dann mit ihnen und erzählt dass in Deutschland z.B. Millionen Menschen für 5,- oder 6,- Euro/Std. Brutto arbeiten, oder immer mehr Kinder und Rentner von Hartz IV oder unter der Armutsgrenze leben müssten und dafür auf der anderen Seite 10 % der Deutschen mit über 5 Billionen Euro über 60% des gesamten Volks-vermögens besitzen, sind Sie sehr verwundert, weil das Volksvermögen in Schweden doch um einiges sozialer und gerechter verteilt ist. Sicher, es gibt auch hier Reiche aber die leisten meistens ihren Beitrag und zahlen ihre Steuen. Schweden ist bis jetzt das einzige Land in der EU ist was schon frühzeitig mit allen! Steueroasen der Welt Abkommen geschlossen hatte und schwedische Steuersünder fast nirgendwo mehr Zuflucht finden.
Unterhält man sich mit ihnen noch über die Arbeitsbedingungen in Deutsch-land sind sie auch ganz erstaunt, wenn sie erfahren, dass z.B. eine Pflegekraft im Altenheim allein für 25 und mehr Patienten zuständig ist, oder Ärzte an Wochenenden 24 Stundendienste und jede Menge Überstunden machen müssen. Wenn sie dann noch hören, dass Menschen mit „Werkverträgen“ wie Werkzeuge billig ausgeliehen werden und noch nicht mal 5 bis 6,- Euro Stundenlohn bekommen, sind sie entsetzt und sagen, das gibt es doch nicht.
Unterhält man sich noch mit ihnen über die Lebenshaltungkosten in Deutschland und sie erfahren, dass z.B. Strom, Trink- und Abwasser oder Brennholz fast oder teilweise sogar über doppelte so  kosten wie in Schweden, fragen sie: Wie bitte? Erfahren sie dann noch, dass vom Bruttolohn in Deutschland außer den Steuern noch Kranken-, Renten-, Pflegeversicherung und Solidaritätszuschlag abgehen und man fast 50% Abgaben hat, man dann aber nochmals Krankenkassenzusatzbeiträge und in den Apotheken außerdem bei Medikamenten usw. zuzahlen muss, sagen sie: „Das ist ja unmöglich, dann bleiben wir lieber hier!“
A
uch wenn sich einige Schweden über einige Zustände hier beschweren und meckern, verglichen mit Deutschland sind es Bagatellen und sie meckern auf hohem Niveau, oder weil sie es nicht besser wissen.

 
Bis jetzt hatten wir alles geschafft was wir uns für die ersten Jahre vor- genommen hatten. Wir haben unsere schwedische Staatsbürgerschaft er- halten, haben unser Auskommen, fühlen und denken schon mehr wie Schweden!
Was uns am meisten freut ist, das unser Ferienhaus gut belegt ist, die Gäste sehr zufrieden sind und wir schon einige Stammgäste haben die schon öfter hier waren.
Yvonnes schwedisch ist durch die Arbeit schon richtig gut. Bei Harald hapert es noch etwas, da er als Rentner doch nicht ganz so viel Kontakt zu Schwe- den hat. Aber es reicht für den Alltag um Zeitung zu lesen, schwedisches TV zu schauen und sich unterhalten zu können.
Wir sind jetzt mittlerweile 6 Jahre nicht mehr in Deutschland gewesen und außer unserer Verwandtschaft, die uns ja in Schweden besucht, vermissen wir absolut nichts! Im Gegenteil, wenn wir bei Freunden, die mal in Deutschland waren sehen, wie gestresst sie wieder zurückkommen und hören, was dort los ist, sind wir froh, dass wir dort nicht unbedingt hin müssen.
Wir sind hier heimisch geworden, haben einige gute Freunde gefunden, genießen das ruhige, stressfreie Leben in herrlicher Natur, fühlen uns richtig wohl und wollen hier nicht mehr weg. Ganz im Gegenteil! Sehr oft ärgern wir uns darüber dass wir nicht schon 10 bis 15 Jahre früher nach Schweden gegangen sind.
Das war es wieder mal von uns. Mal sehen, was noch so alles wichtiges in unserem Leben passiert. Wir denken, dass es jetzt keine allzu großen Veränderungen mehr geben wird. Aber man kann ja nie wissen! Zum zehn- jährigen Jubiläum, vielleicht auch schon früher, wird es wieder einen Bericht geben.
Bis dahin verabschieden wir uns nun und sagen: Hej då!   aus dem
 
wunderschönen    
 

 
 
   
 
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