+ + + INFO + + + Links unter der Navigation findest Du eine Google Suchfunktion um unsere Homepage besser nach Suchbegriffen die Dich interessieren durchsuchen zu können. + + + INFO + + + Schweden hat im Sommer 2017 auch endlich die EU Richtlinie 2014/92/EU vom 23.07.2014 zum „Jedermannkonto“ umgesetzt aber trotzdem machen die Banken immer noch Probleme beim eröffnen eines Kontos und verlangen die schwedische Personennummer und ID- Kort. + + + INFO + + + Die letzten 2 bis 3 Jahre gab es ebenso viele Änderungen der schwedischen Einwanderungsformalitäten, mehr dazu unter: Die Formalitäten! + + + INFO + + + Um Dir das schöne Land Schweden näher zu bringen und einen tollen Urlaub im schönen Ostsmåland zu verbringen kann man unser beliebtes Ferienhaus mieten. Du kannst es Dir unter: https://www.ferienhaus-smaland.se ausführlich anschauen. + + + INFO + + +

   
  Auswandern nach Schweden
  Test 8
 
 
Nun geht es hier wie 2014 versprochen weiter und wir erzählen Dir nun wie es uns hier in den letzten 4 Jahren in unserer neuen Wahlheimat ergangen ist und was wir erlebt haben.
 
Die erste Zeit 4
 
Am 02. Februar 2018 waren es zehn Jahre, die wir nun in Schweden leben. Wir möchten Dir jetzt berichten und schildern was wir die letzten vier Jahre hier so erlebt haben und was in Schweden so alles geschehen ist. Leider hat sich die Welt und auch Schweden in den letzten Jahren doch sehr verändert und das nicht nur zum positiven aber dazu später mehr. 
 
Nun schauen wir uns das Jahr 2014 an                 Rosenfors 15.01.2015
 
Wo fangen wir jetzt an? Ach, am besten wo wir letztes mal aufgehört haben.

Dieses Jahr hatte Yvonne wie schon im letzten Bericht erwähnt von der Altenpflege in der Oskarshamn Kommune in die Hultsfred Kommune gewechselt und dort im Altenheim für Demenzkranke in Målilla als „Vikarie“ (Vertretung) angefangen zu arbeiten. Dort konnte Sie sich die Arbeit auch mehr oder weniger selbst einteilen was uns durch die Arbeit mit unserem Ferienhaus ganz recht war. Sie konnte sich im Internet auf einer Seite für die Schichten die Sie machen wollte freischalten. Sie bekam dann wenn Sie gebraucht wurde eine Anfrage und konnte entscheiden ob Sie arbeiten wollte oder nicht. Die Arbeit mit den Senioren machte ihr, auch durch das gute Verhältnis zu Ihren Kolleginnen dort, viel Spass.
Kurze Zeit nach dem Sie in Målilla in der Altenpflege angefangen hatte bekam Sie noch die Zusage für eine andere Teilzeitarbeitsstelle auf die Sie sich beworben hatte. Dabei handelt es sich dabei um eine Firma  für Haushalts- und Firmendienstleistungen die angefangen bei handwerklichen Arbeiten wie Schreiner- Malerarbeiten, Montage von Küchen und Reinigungsdienste, halt alles was um und an Gebäuden gemacht werden kann/muss anbietet. Bei ihrem ersten Auftrag wo hier im Nachbarort in einem Sägewerk die Büros geputzt werden sollten meldete sich ihre Chefin und sagte Ihr: „Fahr mal dort hin rede mit dem Zuständigen, schau Dir an was dort gemacht werden muss und sag mir wie lange Du dafür brauchst, aber plane alles so dass Du keinen Stress hast.
Upps, das wäre in Deutschland oft undenkbar, dort bekäme man gesagt dafür hast Du so und so viel Zeit und dann muss Du sehen wie Du damit klar kommst oder auch nicht.
Seit dem putzt Sie dort die Büros und verglichen mit Deutschland und den Löhnen dort verdient Sie richtig gutes Geld und hat hier noch über 2,- Euro Netto! mehr wie der Mindestlohn in Deutschland Brutto! ist oder manch ein Facharbeiter verdient. Sie bekommt dort auch jede Stunde bezahlt die Sie arbeitet, ohne Zeitvorgabe.
Diese Arbeit macht Ihr ebenfalls viel Spass weil Sie eine gute Chefin hat und wie meistens in Schweden, ein tolles Arbeitsklima herrscht und Sie sich auch hier die Arbeit einteilen kann wie Sie will. Zu dem Thema Arbeit gibt es später noch mehr zu erzählen!

 

Nach dem die Schneemassen der vergangenen Winter unser altes Vordach so weit runtergedrückt hatten das die Haustür darunter klemmt haben wir Ende Januar ein neues, vernünftiges Vordach bauen müssen. Pünktlich zum Baubeginn, war ja klar, fing es an zu schneien, aber das hält in Schweden keinen Handwerker auf! 
 
   

 
Nach den ersten Feriengästen im Januar kamen im März die nächsten und danach hatten wir wieder ein paar Wochen Freizeit bevor die Saison Anfang April so richtig los ging.
Unser Ferienhaus war für diesen Sommer schon sehr früh ausgebucht und wir freuten uns darauf das die Saison so richtig los ging und wir unseren Feriengästen einen schönen Urlaub bereiten konnten.
Im Sommer hatten wir dann an unserem letzten Jahr November ausge-schachteten Gartenteich weiter gebaut. Nun hatte sich alles gesetzt und wir haben über 80 m² Vlies und ebenso viel Teich-folie, 6 Tonnen Kies und 3 Tonnen Mutterboden bestellt und verarbeitet. Beim  verlegen  der 1 mm
 
dicken Folie, die richtig schwer war, hatten uns unsere Feriengäste geholfen, vielen Dank Andrea und Michael! 

Der Gartenteich ist knapp 2 m tief, enthält ca. 23 m³ Wasser und wir meinen das er sich prima in das Grundstück einfügt.
 
Ende August, waren Haralds Eltern nach einem Jahr krankheitsbedingter Pause wieder bei uns im Urlaub worüber wir uns sehr gefreut hatten.
Leider mussten wir in dieser Zeit auch unseren letzten Yorkshire Terrier Floyd wegen schwerer Krankheit im Alter von fast 15 Jahren einschläfern lassen und Triton war nun mit Aragorn allein.
 
Im September waren wir es leid das  unser Parkplatz nur noch aus Dreck, Sand und Unkraut bestand und bei Regen immer wieder große Pfützen drauf stehen blieben. Nun wurde es Zeit den erneuern zu lassen. Dazu wurde er 30 cm tief ausgebaggert, eine Schotterschicht einge-bracht, verdichtet und mit einer 10 cm Kiesschicht abgedeckt.
 

Jetzt mal etwas zur Politik in Schweden die ja auch uns betrifft. Am 14. September fanden die Wahlen zum schwedischen Reichstag statt an der wir als schwedische Staatsbürger auch das erste mal teilnehmen durften.
Das Regierungsbündnis der liberal- konservativen Moderaten Sammlungs-partei von Frederik Reinfeldt wurde wegen Fehlern die ihnen viele Schweden übel genommen hatten abgewählt. Seine Regierung hatte, wie wir schon berichtet hatten, in ihrer Amtszeit z.B. den Rentnern die Renten gekürzt, Arbeitnehmern die Steuern erhöht und kurze Zeit später für einige Bereiche die Unternehmenssteuern gesenkt.
Außerdem schien es vielen Schweden, wie auch uns, nicht gefallen zu haben das einige Bereiche wie Apotheken und Altenpflege für den privaten Markt freigegeben wurden. Prompt traten z.B. in der Altenpflege die ersten Missstände auf wo Senioren aus reiner „Profitgier“ nicht richtig versorgt und Personal schlechter bezahlt wurde.
Leider ist es in Schweden, auch unter der von den Sozialdemokraten von Stefan Löfven geführten Regierung die das ja eigentlich wieder ändern wollte, nicht anders wie in Deutschland und es wird im Gesundheitssystem bei Pflegekräften in der Altenpflege oder im Krankenhaus gespart.
 

Als Yvonne noch in der Altenpflege gearbeitet hatte unterhielt Sie sich auf den Nachtschichten oft mit ihren Kolleginnen. Dabei hat sie gemerkt das viele Schweden wie wir glaube schon mal erwähnt hatten wenn sie jammern, verglichen mit Deutschland, auf ziemlich hohem Niveau jammern.
Viele Schweden glauben scheinbar immer noch dass es den Deutschen sehr gut geht, alle sehr gut verdienen und viel Geld besitzen.
Erzählte Yvonne ihnen dann was man in Deutschland in der Altenpflege verdient und was man dort an Sozialabgaben und Steuern bezahlen muss, das eine Pflegekraft dort oft 15 bis 20 Senioren und mehr allein! versorgen muss kam oft nur ungläubiges staunen. Wenn sie erfuhren das der Mindest-lohn in vielen Branchen oft noch nicht mal bei 10,- Euro/Std. Brutto liegt der auch oft nur bezahlt wird schüttelten sie nur den Kopf und sagten: „Da haben wir es ja in Schweden noch richtig gut.“

Wie schon einmal erwähnt
sind die Arbeitsbedingungen und Bezahlung in Schweden doch meistens um einiges besser wie in Deutschland. Trotzdem zählt die Arbeit als Alten- oder Krankenpfleger oder die Arbeit mit Menschen allgemein auch in Schweden zu den schlechter bezahlten Berufen und jede Reinigungskraft oder Knöpfchendrücker in der Industrie verdient mehr.
Man sieht also dass Schweden und Deutschland sich nicht groß unter-scheiden nur dass es in Schweden immer noch einiges besser ist.
 
Das durch die Privatisierung die Preise in Apotheken gestiegen sind und des öfteren verschriebene Medikamente nicht auf Lager sind, erst bestellt und dann später abgeholt werden müssen wie ebenfalls die ganzen Sparmaßnahmen im Gesundheitswesen, Rentenkürzungen, sowie Steuer-erhöhungen für Rentner und Arbeitnehmer schien auch vielen Schweden nicht so wirklich gefallen zu haben.

Auch wenn sich in Schweden einiges durch die Privatisierung von einigen Bereichen wie z.B. der Altenpflege, Apotheken, der Müllabfuhr usw. zum Nachteil verändert hat so ist das meiste hier immer noch besser wie in Deutschland wo die Politiker der Korruption Tür und Tor öffnen. Dort sitzen die Lobbyisten der Großkonzerne, Wirtschaftsverbände und Finanzwirt-schaft mit in den gesetzgebenden Gremien und schreiben den Politikern vor wie Gesetze die beschlossen werden sollen zu deren Gunsten auszusehen haben. Anders wie Deutschland zählt Schweden wie auch alle anderen skandinavischen Länder zu den Ländern mit der geringsten Korruption weltweit! Dazu hier eine sehr interessante Statistik!
 
Ebenfalls die Zuwanderungspolitik der Regierung hatte scheinbar sehr vielen Schweden nicht gefallen was auch das erstarken der „national-istischen“ Sverigedemokraten zeigt die bei dieser Wahl landesweit im Schnitt mit rund 13%, teilweise sogar über 20% über doppelt so v
iele Stimmen wie 2010 mit 6% bekamen. Das alles haben die Schweden nicht vergessen und haben ihre Meinung, anders wie in Deutschland, mit dem Stimmzettel kundgetan und die Regierung abgewählt, es geht also wenn man nur will.
 
Nun leider wieder mal ein trauriges Ereignis. Im Dezember ist dann plötzlich und unerwartet Haralds Vater unter sehr merkwürdigen Umständen verstorben was uns sehr getroffen hatte. Er wurde schon ca. ein Jahr vorher einige male mit Bauchschmerzen und Magen- Darmproblemen ins Kranken-haus eingeliefert. Da wurde Er mit Magen- und Darmspiegelungen, Röntgen usw. untersucht aber es wurde angeblich! nichts gefunden und wurde wieder nach Hause geschickt. Dann ein Jahr später wurde Er wegen heftigen Bauchschmerzen mit dem Notarztwagen ins Krankenhaus einge-liefert und man hatte ihn plötzlich ganz schnell operiert. Meine Mutter bekam dann gesagt Er hätte einen Darmverschluss gehabt und sie hätten ihm ca. 25 cm abgestorbenen Darm entfernt. Den nächsten Tag ging es ihm wieder recht gut, Er freute sich schon wieder auf zu Hause und wieder richtig essen zu können. Am nächten Morgens bekam meine Mutter einen Anruf das mein Vater verstorben wäre. Man hatte noch versucht ihn wieder zu beleben was aber ohne Erfolg blieb. Misteriös ist aber warum die Ärzte da nicht schon vorher bei all den Untersuchungen etwas festgestellt hatten?
 
Nach diesem traurigen Ereignis fing es am Heiligabend pünktlich zu Weihnachten an zu schneien das wir auch, wenn das Jahr mit dem Todesfall so traurig geendet hatte, wenigstens weiße Feiertage hatten wie es normal auch so sein sollte.


Den Jahreswechsel hatten wir dieses Jahr nach dem Todefall sehr ruhig mit unseren Freunden verbracht und schauten mit Zuversicht ins neue Jahr.

 
Nun betrachten wir das Jahr 2015
                 
Rosenfors den 21.01.2016
 
Nach einem sehr ruhigen und besinnlichen Jahreswechsel gingen wir dann das Jahr 2015 an für das wir uns wieder einiges vorgenommen hatten.
Der Winter war dann nix Halbes und nix Ganzes.

 
Unser Ferienhaus war schon seit Oktober letzten Jahres für die Sommer-saison 2015 so gut wie ausgebucht. Eigentlich hatten wir ja für Ende März eine Tour nach Deutschland geplant aber dadurch das Anfang April schon die ersten Gäste kamen und wir noch für die Saison einiges vorbereiten und renovieren mussten fiel die leider wie so oft schon ins Wasser.
Der Winter war dann doch sehr zeitig zu Ende sodass wir Ende April begonnen hatten am Gartenteich eine schöne Terrasse bis übers Wasser zu bauen. Dafür wurden von einer Firma Bodenschrauben in die Erde gedreht auf die das Balkenlager gelegt wurde.
 
  

So weit war unser Gartenteich fertig und musste nur noch mit mehr Pflanzen bestückt werden.
 
Jetzt zum 4. Teil und damit zu einem Thema was schon „kriminell“ und an Frechheit nicht mehr zu überbieten war.
Im Juni bekam Harald auf einmal Post von der „Steuerfahndung“ in Deutschland dass ein Verfahren wegen der „Selbstanzeige“ eingestellt worden wäre. Weil wir von einer Selbstanzeige nichts wussten haben wir nachgefragt was da los war. Dabei stellte sich heraus das unser lieber Freund sich diesmal was erlaubt hatte was schon kriminell ist.
Dieser Verbrecher, tut uns leid aber anders können wir ihn nicht mehr bezeichnen, hatte in Haralds Namen eine „Selbstanzeige“ verfasst in der stand das Harald angeblich vergessen hätte die Einnahmen des Ferien-hauses von 2012 bis 2015 anzugeben und diese nachversteuern wolle.
Der gute Mann von der Steuerfahndung beschrieb uns den Fall und sagte der Brief sei aus Schweden abgeschickt worden. Er hat uns dann den Brief und Umschlag als Kopie per Mail zugeschickt und siehe da der Brief, schön sauber mit dem PC geschrieben, war in Schweden abgestempelt worden. Der gute Mann von der Steuerfahndung meinte auch das die Selbstanzeige, da sie nicht unterschrieben war, sowieso nicht gültig gewesen wäre. Außerdem meinte er weiter, wäre das Finanzamt in Deutschland auch gar nicht für die Einnahmen des Ferienhauses hier in Schweden zuständig weil wir beide unseren Wohnsitz in Schweden hätten und die Einnahmen von Yvonne in Schweden versteuert würden. Wir haben dann den guten Mann von der Steuerfahndung gefragt ob es sich lohnt den Verfasser wegen „Urkundenfälschung“ und „Falschaussage“, denn was anderes ist das nicht, anzuzeigen meinte er wir sollten, wie er, darüber lächeln und es gut sein lassen denn es wäre sehr schwer da was zu beweisen.
Ein gutes hatte die Selbstanzeige dann doch noch. Nach Gesprächen mit dem für Rentner im Ausland zuständigen Finanzamt in Neubrandenburg haben sie Haralds Steuerkonto in Deutschland geschlossen und unser Freund hatte mal wieder genau das Gegenteil von dem erreicht was er vor hatte.
Daran sieht man aber mal wieder was sich einige Deutsche im Ausland so alles aus „Neid“ und „Missgunst“ einfallen lassen und dabei sogar „kriminell“ werden nur um den eigenen Landsleuten zu schaden.   Nun sind wir auf den 5. Teil gespannt was er sich da einfallen lässt!
 
Den Sommer über hatten wir viele nette Feriengäste denen wir einen schönen Urlaub bereiten durften und viel Freude mit ihnen hatten
 

Yvonne hatte im August bei ihrer Hauptarbeitsstelle im Sägewerk Betriebs-ferien und wir hatten die Zeit genutzt mit einer Freundin mal einen tollen Ausflug auf die Insel Öland zu machen. Dabei hatten wir den Park des königlichen „Schloss Solliden“ besichtigt und ein paar erholsame Stunden
am Strand verbracht. Der Park ist für Gartenfreunde mit seinen Blumen-meer, Pflanzen, Bäumen und wie er angelegt ist absolut sehenswert.  
 
   
           Der Strand bei Bjärby                                         Schloss Solliden
 
Der Ausflug auf die Insel Öland mit den schönen Stränden an der Ostküste war herrlich, das werden wir bestimmt wiederholen denn da gibt es noch eine Menge zu entdecken.
 
Durch akuten Platzmangel in der Garage am Wohnhaus in der wir außer dem Auto auch den Aufsitzmäher, Handmäher, Schneefräse und einiges an Gartengeräten wie Motorsäge und Rasentrimmer hatten und nicht mehr vor und zurück kamen hatten wir uns entschlossen im Oktober eine neue Garage zu bauen.

 

Da sollte unsere neue Garage für all die Geräte entstehen. Dazu hatten wir von einer Firma erst das alte Funda-ment samt der alten Kiste abreißen und eine Schotterplatte herstellen lassen. Danach kam die Firma die auch schon für die Terrasse die Bodenschrauben gesetzt hatte und hat 11 Stück für die Grundbalken gesetzt. Diese sind mit 6 t pro Stück belastbar und sollten für die Garage mehr als ausreichend sein. Wer aus-führlich sehen möchte wie sie entstanden ist kann sich das gerne auf unserer Seite „Baumaßnahmen“ anschauen.
 
Vor dem Bauvorhaben hatten wir uns erst erkundigt was so eine Garage ungefähr kostet und haben erfahren das es so um die 50.000:- bis 60.000:- SEK waren. Erst hatten wir uns Angebote von Handwerkern hier aus der Gegend machen lassen wobei die bei einem polnischen 148.000:- SEK und bei einem anderern, deutschen Handwerker 165.000:- SEK kosten sollte. Aber rund 90.000:- SEK allein nur für 2-3 Tage Aufbau erschien uns dann doch heftig.
Wir hatten die Garage dann als Komplettbausatz für etwas über 52.000:- SEK bei einer Firma in Nordschweden bestellt und Harald hatte sie mit seinem Kumpel Rudi in zwei Tagen selbst aufgebaut, später noch das Garagentor eingebaut und zwei Tage lang alles gestrichen. Jetzt hatten wir alles was wir uns für dieses Jahr vorgenommen hatten geschafft und weiter an unserem „Paradies“ gebaut.
 
Zur gleichen Zeit als wir die Garage bauten mussten wir wieder mal Erfahrungen mit dem schwedischen Gesundheitsystem machen. Nach dem Yvonne im Oktober auf einmal über mehrere Tage starke Bauchschmerzen bekam waren wir dann ins Krankenhaus nach Oskarshamn gefahren. Dort wurde Sie untersucht und mit Verdacht auf Blinddarm mit dem Kranken-wagen nach Kalmar ins Krankenhaus gebracht weil die dort wohl für solche Sachen zuständig sind. Nach weiteren Untersuchungen sollte Sie minimalinvasiv operiert werden.
Bei der Aufnahme auf der chirurgischen Station durfte Sie sich im Zimmer noch nicht einmal auf das Bett setzen sondern musste erst wegen den MSRA Krankenhauskeimen duschen und sich die Krankenhausbekleidung anziehen.
Das Thema „Hygiene“ wird in Schweden groß geschrieben und ganz anders behandelt wie in Deutschland oder manch anderem Land der EU.
Untersuchungen belegen das sich z.B. in Deutschland über 20% aller! Operierten (Tendenz steigend!) mit den gefährlichen und resistenten MSRA Viren infizieren. In Schweden wie auch allen! anderen skandinavischen Ländern liegt diese Quote, wie auch in den Niederlanden, bei unter 1%!

 
Es geht doch wenn man nicht aus „Profigier“ vieles kaputt spart.

Zu diesem Thema hier eine
sehr interessante Statistik aus dem Jahr 2005 und noch ein sehr interessanter Bericht mit Grafik von 2012
an denen auch das Robert- Koch Institut teilnahm die das belegen.


zum vergrößern klicken                                          
  Quelle: https://www.gesundheitsindustrie-bw.de
 
Yvonne wurde dann nachts um 2:30 Uhr operiert was aber dann doch wegen anderer Ursachen entgegen der geplanten minimalinvasiven OP mit einem 15 cm langen Bauchschnitt gemacht werden musste, der Blinddarm wurde aber auch direkt mit entfernt, hej då!
Alles war super verlaufen und am nächsten Tag konnte Sie schon wieder nach Hause. Die Kontrolle wurde hier in der Vårdcentral und den Verbands-wechsel hatte Yvonne selbst zu Hause gemacht. Allein schon die Hygiene und die Versorgung im Krankenhaus hatte uns wieder mal erstaunt wie zeitaufwändig sich viele Schwestern um Sie gekümmert und Sie umsorgt hatten.
Wir hatten bis jetzt im schwedischen Gesundheitsystem weder lange Warte-zeiten auf Termine noch andere Probleme bei Behandlungen erlebt. Ganz im Gegenteil, die medizinische Versorgung ist unserer Meinung nach in Schweden viel besser wie in Deutschland denn hier bekommt z.B. auch Harald für seinen kaputten Rücken gute! Schmerztabletten die seine Krankenkasse in Deutschland nicht mehr bezahlte. Dort bekam Er nur noch Paracetamol und Ibuprofen verschrieben die erstens nichts nutzten und zweitens nur Magen- Darmprobleme verursachten.
Einige Medikamente die wir ständig brauchen bekommen wir hier für's ganze Jahr verschrieben und können uns die in der Apotheke abholen oder übers Internet bestellen und nach Hause liefern lassen. Durch unsere positiven Erfahrungen können wir Beschwerden von Leuten die sich über das schwedische Gesundheitssystem beschweren nicht ganz nachvoll-ziehen. Gut, man hört und liest schon mal dass es auch hier in Ballungs-gebieten oder einsamen Gegenden im Norden Ecken gibt in denen die Versorgung nicht so gut ist aber das ist überall in dünn besiedelten Gebieten der Welt und auch in Deutschland so. Auch die Ärztefehler über die immer wieder riesengroß berichtet wird dürften zwar normal nicht passieren kommen aber leider überall auf der Welt wo Menschen arbeiten vor, auch in Deutschland!
Wir hatten es schon einige male mitbekommen und müssen natürlich auch sagen, wer als Rentner oder gesundheitlich Angeschlagener der auf eine gute ärztliche Versorgung angewiesen ist in den Norden zieht wo das Leben sowieso schon durch weite Wege, lange Winter und schlechtere Versorgung beschwerlicher ist hat sich entweder nicht richtig informiert oder ist es selbst in Schuld und braucht sich dann nicht zu beschweren. Es ist ja auch für den schwedischen Staat nicht einfach in Gebieten wo vielleicht 3 Einwohner auf dem Quadratkilometer leben eine Gesundheitsversorgung zu schaffen oder aufrecht zu erhalten. In dünner besiedelten Gebieten Deutschlands ist es ja auch nicht anders.
Wegen Harald's kaputtem Rücken und anderer chronischer Erkrankungen wie z.B. Diabetes Typ 2 und Yvonnes Schilddrüse usw. legten wir großen Wert auf eine gute ärztliche Versorgung. Weil man ja auch nicht jünger wird
hatten wir uns vor unserer Auswanderung ausgiebig zu diesem Thema informiert. Deswegen wussten wir das die Versorgung im Süden, speziell im Kalmar län, sehr gut ist und das war für uns auch einer der Gründe weshalb wir nach Ostsmåland gezogen sind. Was uns an dem schwedischen Gesundheitssystem besonders gut gefällt ist das hier nicht zwischen „gesetzlich Versicherten“ und „Privatpatienten“ unterschieden wird und alle gleich behandelt werden.
 
Die Feriensaison ist Ende Oktober auch so langsam zu Ende gegangen und insgesamt war die Saison wieder sehr gut mit vielen netten Gästen.

 
Nun zu einem leider nicht so erfreulichen aber ernstem Thema. Die letzten Jahre hatten wir hier in der Gegend immer öfter Einbruchserien unserer osteuropäischen „Facharbeiter für spontane Eigentumsübertragung“. Wie die Polizei herausgefunden hatte kommen sie überwiegend aus Rumänien, Albanien, Bulgarien, Polen, Lettland oder Littauen mit der Fähre rüber, räumen an einem Wochenende mehrere, meistens Ferienhäuser, aus und sind dann ruckzuck mit der Fähre wieder veschwunden. Daher hatten wir uns entschlossen im Dezember für unser Wohn-, Ferienhaus und die zwei Garagen eine Alarmanlage installieren zu lassen.
 
Diese hat Bewegungs- Feuermelder, Tür- kontakte und einen Anschluss an eine Zentrale die im Alarmfall Mitarbeiter, Polizei oder Feuerwehr alarmiert. Dies hat noch den angenehmen Nebeneffekt das wir auch einen Rabatt bei der Hausversicherung bekommen. Jetzt hat man nachts oder wenn man nicht zu Hause ist ein besseres Gefühl.
 
Im Dezember bekam Yvonne auf einmal von der Firma einen Firmenwagen gestellt was aber nicht ohne Grund geschah aber dazu gibt es später noch mehr. 


 
Ende des Jahres bekamen wir die Nachricht das Telia vor hatte hier im Dorf Glasfaserkabel (Fibernät) für super schnelles Internet zu verlegen und wir uns dafür anmelden konnten. Dafür mussten sich aber über 50% der Haushalte anmelden.
Einen kleinen Beigeschmack hatte die Sache allerdings denn der An-schluss kostete pro Haushalt 21.000:- SEK, ca. 2.100,- Euro. Dafür ist es aber ein „offenes“ Glasfasernetz wo wir frei und ohne irgendeine Bindung einen Internetanbieter auswählen konnten. 
Naja, eigentlich können wir froh sein in so einem kleinen schwedischen Dorf am Ar... der Welt überhaupt Glasfaserkabel zu bekommen. Schaut man mal nach Deutschland oder auch andere Länder in der EU da hat man das heutzutage noch nicht einmal überall in großen Städten.
Nicht umsonst liegt Schweden beim Ausbau des Glasfasernetzes aller OECD Staaten auf dem 4. Platz weit vor Deutschland auf dem 30. Platz.
 

Winter gab es dieses Jahr, jedenfalls vor Silvester, keinen und außer ein paar Nächten mit Nachtfrost hatten wir leider keinen Schnee und über Weihnachten +10°.  
 
So nun ist es gut für dieses Jahr, wir hatten schon wieder jede Menge von dem geschafft was wir uns für die Zukunft vorgenommen hatten. Abge-sehen von Yvonne's OP, die ja auch sehr gut verlaufen ist, war das Jahr gut und so lassen ist das Jahr 2015 jetzt in Ruhe ausklingen.
 

Den Jahreswechsel hatten wir wieder, wie sonst schon die Jahre, schön mir unseren Freunden verbracht.

 
Nun schauen wir uns das Jahr 2016 an               Rosenfors 05.02.2017

Nach dem das letzte sehr gut und erfolgreich verlaufen ist hofften wir nun das 2016 auch so gut wird.
 

Anfang Januar wurde es doch noch Winter mit herrlichem Winterwetter, Temperaturen bis -21° und viel Sonnenschein. Dieser Winter war nur ein kurzes Schauspiel aber trotzdem schön. Die Klimaerwärmung kommt auch in Schweden an denn selbst in Nord-schweden sind die Winter nicht mehr so wie früher.
 
Seit letztes Jahr September war unser Ferienhaus für die Sommersaison 2016 so gut wie ausgebucht und im Februar hatten wir schon wie die letzten Jahre die ersten Feriengäste zu Gast.
 

Ebenfalls im Februar hatten wir uns einiger Problembäume angenommen die eine Gefahr darstellten wozu auch eine große Kiefer vorne an der Grundstücksecke gehörte. Sie war bis auf ein paar Äste ganz oben dürr und andauernd fielen bei Wind dicke Äste auf die Straße.
Die Kiefer hatte aber eine stärkere Neigung zur Straße so das die nicht so einfach zu fällen war sonst hätten wir das ja selbst erledigt. Das Risiko das der Baum auf die Straße fällt und diese blockiert war einfach zu groß.
 
Ein Bauer bei denen Yvonne im Haushalt hilft der so was auch macht hat einen Traktor mit Anhänger und Kran. Er hatte sich bereit erklärt die Sache zu übernehmen. Er hat die Kiefer mit dem Kran des Anhängers abgestützt und sauber auf unser Grundstück umgelegt.  Die drei anderen kleineren Problembäume am Parkplatz von denen einer schon beim letzten Sturm auf den Parkplatz gefallen war und die ebenfalls drohten umzufallen hatte Er dann auch direkt mit entfernt.
 
So lange wie der Winter gebraucht hatte so schnell verschwand er auch wieder und im März vor Ostern hatten wir schon das herrlichste Wetter mit bis zu +15°. Da konnten wir schon mit den Gartenarbeiten angefangen und hatten z.B. einen neuen Weg zum Ferienhaus mit Platten verlegt.
 

Im Juni bekamen wir dann den Bescheid das sich genügend Haushalte in Rosenfors für das Glasfasernetz entschieden hatten und es nun bis Mitte 2017 verlegt werden sollte.
Den Sommer über hatten wir sehr schönes Wetter, er verlief sehr schön, vor allem ruhig und es waren wieder viele nette Feriengäste zu Gast. Unter anderem auch wieder ein paar die sich ebenfalls mit dem Gedanken tragen nach Schweden auszuwandern mit denen wir interessante Gespräche hatten. Was man da so alles aus Deutschland zu hören bekam lässt einen nur noch den Kopf schütteln und an dem Verstand der Politiker dort zweifeln.  Der Wille des Volkes wird beim regieren vollkommen ignoriert und oft genau das Gegenteil von dem gemacht was sie dem Volk vor der Wahl
versprochen hatten.
 
Dadurch das Yvonne Ende 2015 den Firmenwagen bekommen hatte brauchten wir ja nun keine 2 Autos mehr und der Audi stand nur noch rum. Im Juli hatten wir uns überlegt einen der beiden zu verkaufen und hatten uns dann für Yvonnes Audi entschieden der auch, weil er noch super in Schuss war, schnell verkauft war.
 
Ab August kam es auch in Schweden wie in Deutschland und großen Teilen Europas zu einer beispiellosen Flüchtlingswelle. Schweden hat in dieser Zeit mit 160.000 Flüchtlingen gemessen an der Einwohnerzahl die meisten Flüchtlinge in ganz Europa aufgenommen was für ein Land mit rund 10 Mio. Einwohnern sehr viel war.
Traurigerweise, so muss man es leider sagen sind nicht nur Flüchtlinge die mit Frau und Kindern vor Krieg und Terror geflohen sind und wirklich in Not waren gekommen sondern überwiegend! junge Männer aus Maghreb Staaten und Zentral Afrika wovon die meisten sowieso keine Aussicht auf Bleiberecht haben.
Dadurch bedingt hatten sich die Probleme mit vielen der Flüchtlingen besonders in einigen Stadtteilen der Großstädte Stockholm, Göteborg, Malmö und einigen anderen größeren Städten entwickelt und verschärft.
Ende 2015 wurde bekannt und stand in der Zeitung das auch in Rosenfors,
einem Dorf mit 270 Einwohnern, in drei Mietshäusern über 100 Flüchtlinge einquatiert werden sollten.
Es wurden dann vom Migrationsverket die drei „privaten“ Mietshäuser ange-mietet und im Mai erst mal 65 Flüchtlinge dort einquatiert. So wie es von
seiten des Migrationsverkets und privaten Betreibers hieß sollten über-wiegend Familien mit Kindern kommen. Da hatten viele hier im Dorf, aufgrund dessen was man aus den Großstädten so hörte und las, die Hoffnung das alles vernünftig, ruhig und gesittet bleiben würde. Selbst am Anfang waren unter den 65 Flüchtlingen nur 2 Frauen mit 5 Kindern aber schon nach 3 Wochen waren dort nur noch junge Männer was dann leider nicht ohne Probleme blieb. Überall wo sie liefen, sich aufhielten, selbst auf dem Kinderspielpatz neben der Unterkunft, wo sie sich immer trafen, lagen haufenweise Zigarettenkippen und Müll rum. Einige Schweden deren Kinder dort spielten hatten sich deswegen bei der Kommune beschwert weswegen auch ein Artikel in der Tageszeitung gestanden. Rund um die Unterkünfte sah es teilweise auch aus wie auf eine Müllkippe. Da wurden eingetretene Türen, zertrümmerte Sofas, Stühle, Tische, Schränke und anderer Müll einfach aus dem Fenster oder vor die Häuser geschmissen. Mit ihnen zog dann auch scheinbar die Gewalt in unser Dorf und andauernd musste die Polizei kommen.
Viele Mädchen und Frauen fühlten sich auf den Wegen durchs Dorf nicht mehr wohl, haben einen großen Bogen um diese Unterkünfte gemacht und haben sich im Sommer auch nicht mehr in den Garten in die Sonne gelegt.
 

Dem Hund einer Schwedin die wir kennen und deren Grundstück direkt an das der Unterkünfte grenzt wurde von einem oder mehrer Flüchtlingen mit voller Wucht durch den Maschendrahtzaun gegen den Kopf getreten. Er hatte auf der einen Seite die ganze Lefze tief aufgerissen, hat fast alle Zähne verloren und zudem ist er auf dem Auge blind ... so was geht gar nicht! 
Ebenso hat sich mit der Ankunft der Flüchtlinge der Platz wo die Wertstoff-container stehen immer mehr zu einer Müllhalde entwickelt weil viele ihren Haushaltsmüll der dort nicht hingehört einfach wahllos hingeschmissen hatten. Jetzt wird der ein oder andere sagen: „Das weiß man ja nicht wer das war.“ In dem Müll befanden sich aber viele Verpackungen mit arabischern Aufschriften und die stammen bestimmt nicht von Schweden. Auch ein Altkleider- Container der dort steht wurde einfach aufgebrochen, alles durchwühlt und auf dem Platz verteilt. Solche Zustände hatte es hier vorher nie gegeben, da war noch alles ordentlich und sauber.

 















So sah es dort um die Container ständig aus, leider! 

Ende Oktober wurde die „private“ Unterkunft vom Migrationsverket ge-schlossen und die Flüchtlinge wurden auf andere „staatliche“ Einrichtungen z.B. nach Västervik verlegt. So wie wir nachher erfuhren gab es wohl einige Bewohner im Dorf, insbesondere in der näheren Umgebung der Unter-künfte, die daraufhin aufgeatmet hatten.

Mitte 2017 stand hier in der Tageszeitung das von den 160.000 Flüchtlingen die 2016 kamen ca. 80.000 keine Aussicht auf Bleiberecht hätten und daher wieder abgeschoben werden sollen.
 
Im September hatte Yvonne, weil Handwerker in der Firma einen größeren Firmenwagen brauchten den großen abgegeben und gegen einen kleineren und neueren eingetauscht der für Sie völlig ausreichend war.
Kurze Zeit später hatte die Chefin ihr die Zuständigkeit für die Hultsfred Kommune übertragen. Das hieß für Yvonne einiges mehr an Arbeit denn Sie musste von nun an zu Kunden fahren, Angebote machen, sich um Aufträge kümmern, Personal für Aufträge zusammenstellen und einteilen was Ihr großen Spass macht. Leider hatte sie nun keine Zeit mehr in der Altepflege zu arbeiten und musste sich leider aus dem Mitarbeiterpool der Kommune rausnehmen lassen was eigentlich auch schade war da es Ihr ebenfalls viel Spass gemacht hatte.

Ende September hatten wir uns dazu entschlossen auch unseren VW Passat mit über 270.000 km zu verkaufen den wir zu dem Zeitpunkt 6 Jahre gefahren hatten. Er fing auf einmal an überall zu rosten und Dinge wie z.B. Klimaanlage, Sitzheizung und einiges andere funktionierte auch schon nicht mehr. Wir sind dann auf der Suche nach einem schönen Kombi monatelang teilweise über 100 km im Umkreis rumgefahren und hatten uns viele Kombis wie Audi A6, VW Passat und Volvo V70 der Baujahre 2006 bis 2010 angeschaut. Wir hatten uns dann gefragt was mit der Qualität der Modelle von Audi und VW los war denn sehr viele Autos dieser Baujahre hatten teilweise schon große Rostprobleme. Da kamen schon dicke Rostblasen an Kotflügel- und Hecklappenkanten, hinter den Zierleisten und Rückleuchten raus. Bei den Volvos, selbst noch älteren Modellen der Baujahre 2000 bis 2005, fand man selten Rost und die sahen noch richtig gut aus.
 
Durch einen Zufall hatten wir dann in Vimmerby unser Traumauto, einen sehr gepflegten, schönen Volvo V70 Bauj. 2005 ohne Rost und mit fast kompletter Ausstattung gefunden. Zufällig, was aber kein muss war, hatte der auch noch Allrad was in Schweden nicht unbedingt ein Nachteil ist. Der Händler hatte unseren Passat auch noch in Zahlung genommen. So brauchten wir uns um dessen Verkauf auch nicht mehr zu kümmern.
  
Im Dezember fingen sie dann hier bei uns in der Seitenstraße an das Fibernät zu ver-legen was dann auch sehr zügig vonstatten ging. Am 2. Weihnachtsfeiertag kam die Firma und zog mit einer Maschine ohne zu graben das Leerrohr vom Haus bis an die Dorfstraße auf unserem Grundstück in den Boden was sehr interessant war.
 
Die Weihnachtsfeiertage hatten wir dieses Jahr, da unsere Freunde erst nach Weihnachten hoch kamen, allein in Ruhe verbracht und Silvester hatten wir wieder zusammen gefeiert.
 
Das Jahr 2016 ist wieder erfolgreich ohne größere
Zwischenfälle und Probleme verlaufen. Wir hatten wieder einigen beim Einwandern geholfen. Es freut uns auch dass wir wieder vielen netten Feriengästen, bei denen wir uns auch recht herzlich bedanken möchten, einen schönen Urlaub bereiten durften.
 
Das Jahr 2017 scha
uen wir uns nun an               Rosenfors 24.01.2018
 
So langsam gingen wir auf unser 10 jähriges Jubiläum zu und nun sehen wir uns das letzte Jahr davor an.
Nach einigen leichteren Schneefällen wo der Schnee jedes mal schnell wieder taute hatten die ersten Feriengäste im Februar sogar Schnee was uns für Sie richtig gefreut hat.

 

Im Februar ging es dann weiter mit dem Fibernät. Sie hatten obwohl noch Schnee lag und alles gefroren war weiter verlegt. Dieses mal hatten sie die Hauptleitung über unser Grundstück verlegt denn es sollte ja im Mai fertig sein.
Es gab dann immer mal wieder etwas Schnee aber ein richtiger Winter ist was anderes.  
 
Ende März am 27.03.2017 kam dann die Firma und hatte das Fibernät bis bei uns ins Haus verlegt, hat den Medienumwandler und das Modem installiert. Anfang April, früher als erwartet lief dann unser Internet und Telefon über das Glasfasernetz und war, obwohl wir nur 250 Mbit/sek von möglichen 1.000 Mbit/sek als Tarif gewählt haben, hammerschnell und mehr als ausreichend.
 
Im April wurde in der Hultsfred Kommune ein neues Mülltrennungssystem eingeführt. Es wurden 2 größere Mülltonnen mit entweder 240 L oder 370 L und je 4 Fächern an die Haushalte ausgeliefert. Wir fanden es aber schön das man auch die Wahl hatte und konnte wenn man wollte die alte Müll-tonne behalten. Wir sehen die Müll-trennung auch als sehr wichtig an und hatten uns da wir ja auch das Ferien-haus haben für die zwei größten je 370 L Mülltonnen entschieden. In die Tonnen kommt jetzt getrennt Bio- und Restmüll, Klar- Buntglas, Zeitungen, Pappe-, Plastikverpackungen und Metall. Die Tonne 1 wird alle zwei und Tonne 2 alle vier Wochen geleert. Mit dem neuen Müllsystem hatte die Kommune leider die Leerung der Tonnen in private Hand einer privaten norwegischen Firma gegeben was nicht so gut war. Seit dem gab und gibt es immer wieder Probleme weil die Firma scheinbar so günstig ist das überwiegend nur ein Fahrer auf dem Müll-wagen ist der wegen jeder Mülltonne aus- und wieder einsteigen muss was normal eine Zumutung ist. Andauernd werden einzelne Mülltonnen oder ganze Straßenzüge vergessen zu entleeren. Es hatte schon unzählige Beschweden gegeben und einige Artikel hatten deswegen auch schon in der Zeitung gestanden. Es scheint so als wäre die Firma damit hoffnungslos überfordert. Auch die Leerungszeiten der Tonne 2 mit Pappe- und Plastik-müll alle 4 Wochen ist von der Kommune etwas lang angesetzt weil diese 2 Fächer oft schon nach 2, spätestens 3 Wochen voll sind. Vielleicht spielt sich ja alles noch ein oder es wird noch etwas geändert.
Das ist aber wieder mal ein gutes Beispiel, ebenso wie die teilweise Privatisierung der Apotheken und Altenpflege usw. hier, das gewisse Dinge und Aufgaben doch besser in staatlicher Hand bleiben sollten. In privater Hand geht es dann meistens nur noch um „Profite“ und es treten Miss-stände auf weil entweder die Versorgung schlechter wird und/oder die Kosten steigen.
 
Auch dieses Jahr hatten wir wieder ein trauriges Ereignis denn Yvonnes letzte Oma die am Bodensee lebte ist mit 91 verstorben was sehr traurig war. Nun hat Yvonne aus ihrer Familie nur noch ihren Onkel in Amerika und ihre Eltern mit denen aber seit über 11 Jahren kein Kontakt mehr besteht.
 
Der Sommer war herrlich und wir hatten wieder sehr viele nette Feriengäste aber leider auch einmal ein Ehepaar mit 2 Erwachsenen! Töchtern an die wir uns nicht gerne erinnern. Sie hatten uns nach 3 Wochen Urlaub einen Schweinestall aller erster Güte und größere Schäden hinterlassen. Sie hatten in 3 Wochen Urlaub nicht einmal irgendwas sauber gemacht. Geschirr, Kochtöpfe, das ganze Haus war dermaßen eingesaut und ver-dreckt dass wir nach ihnen eine komplette Grundreinigung machen mussten. Ebenfalls hatten sie über längere Zeiträume Wasser auf der Massivholzarbeitsplatte der Küche und dem Waschtischunterschrank im Bad stehen lassen sodass diese sogar aufgequollen sind.
 
  
So sah das Kochgeschirr und der Rest der Küche aus .. und so der Waschtischunterschrank
 
Dann wurde das alles von ihnen noch als „Missverständnis“ abgetan und „Sie“ wurde noch frech und meinte. „Wir sollten ruhig sein denn wir wollten ja noch mehr Gäste haben.“ Diese Gäste waren die schlimmsten die uns seit 2012 untergekommen waren.  
Leider trifft man wenn man ein Ferienhaus vermietet schon mal auf solche Zeitgenossen die keinen Anstand und Schamgefühl haben und sich nicht zu benehmen wissen.
 
Nun zu einem anderen Thema was uns die letzten Jahre beschäftigte. Wir hatten die letzten Jahre wie zuvor schon öfter Leuten, hauptsächlich Deutschen, beim Einwandern und den Formalitäten vor Ort geholfen. Leider aber hatten wir die letzten Jahre immer öfter schlechte Erfahrungen gemacht. Eigentlich wollten wir das ja gerne weiter machen und so auch anderen behilflich sein in diesem schönen Land zu leben aber die letzten Jahre hatten uns immer öfter Leute aufs übelste, teilweise sogar „dicke Freundschaften“, vorgespielt und hatten uns nur ausgenutzt was uns sehr enttäuscht hat. Als sie noch Hilfe benötigten hatten die Leute teilweise mehrmals täglich angerufen oder Mails geschrieben und als sie Personen-nummer hatten und alle weiteren Formalitäten erledigt waren hat man plötzlich nichts mehr von ihnen gehört. Ein Ehepaar die anfangs, über Wochen, als sie noch Hilfe brauchten teils mehrmals am Tag angerufen oder Mails geschrieben hatten sagten als sie alles hatten sogar: „Wir telefonieren nicht gerne.“ So ein Verhalten ist richtig mies! Scheinbar ist das aber mittlerweile die Mentalität vieler Deutschen nur den eigenen Vorteil zu suchen und andere auszunutzen.
„Freundschaften“ sollten unserer Meinung nach auf Gegenseitigkeit be-ruhen und auch die Gegenseite sollte sich für den anderen interssieren, sich einfach mal  melden, fragen wie gehts und sich nicht nur melden wenn man Hilfe braucht.

Aus diesem Grund und weil wir hier auch noch unser Leben, Arbeit, Häuser und noch „echte Freunde“ haben ist unsere Zeit sowieso schon begrenzt. Daher hatten wir uns Anfang 2018 dazu entschlossen die Hilfe bei Hauskauf und Behördengängen vor Ort usw. einzustellen und diese Zeit besser für uns und unsere Freunde zu nutzen.
Wir sind noch gerne bereit wenn jemand Fragen hat auf die er auf unserer Homepage keine Antwort findet diese per Mail zu beantworten.
 
Auch 2017 gab es mal wieder was zu renovieren. Die Küche in unserem Wohnhaus war etwas in die Jahre gekommen und wir denken es war vielleicht sogar noch die erste von 1969. Nach dem wir schon 10 Jahre damit gelebt hatten entschlossen wir uns diese und das Esszimmer im Herbst komplett von Grund auf zu renovieren. Im Spätsommer wurde die neue Küche von Yvonne's Chefin geplant. Ende Oktober begannen die ersten Vorbreitungen und wir hatten schon mal alles was wir nicht so oft brauchten eingepackt.
Als erstes wurden die Elektrik, Wasser- und Abwasserleitungen angepasst und entsprechend geändert.
Dabei dachten wir noch „Landsleute“ von uns hier unterstützen zu können und hatten uns an einen „deutschen“ Elektriker aus der Gegend gewandt. Er kam, hat sich die Zeichnung des Küchenherstellers angesehen und alles angehört wie es geändert werden sollte. Die Elektrik bestand aus 4 neuen Kabeln in die Wände legen, 2 Kabel vom Sicherungskasten im Keller direkt unter der Küche hochziehen und ein paar Kabel umklemmen. Material waren rund 15 m Kabel, 4 Standart Lichtschalter, 7 Standardsteckdosen in weiß, 3 Ecksteckdosen und 2 zusätzliche Sicherungsautomaten wofür er 8.000:- SEK .. ja richtig! ... ca. 800,- Euro veranschlagte. Insgesamt wollte er mit Arbeitslohn ca. 30.000:- SEK, rund 3.000,- Euro haben, da wären wir
bald auf den Ars ... gefallen.
Wir hatten uns dann für seinen Besuch bedankt und eine schwedische Firma im Nachbarort angerufen. Der Chef kam auch am selben Tag noch vorbei, hatte sich auch alles angehört, sich die Zeichnung angeschaut und meinte dann die Kosten lägen einiges unter 20.000:- SEK. Wir hatten Ihm dann den Auftrag erteilt und wie es so ist hatten wir während der Renovierung noch einige Änderungen wie die wesentlich teureren Steckdosen und Lichtschalter des selben Herstellers in Anthrazitmetallic und 2 zusätzliche Deckenlampen.
 
Es gab dann, wie bei fast allen Renovierungen, das ein oder andere kleinere Problem. Da war z.B. ein kleiner Wasserschaden wo unter dem alten Kühlschank beim abtauen mal Wasser ausgelaufen sein muss. Das hielt sich aber alles in Grenzen. Auch kleinere Problem die während der Montage der Küche auftraten wurden von Yvonnes Chefin gut gelöst. Wie die Renovierung verlief und Bilder davon siehst Du auf der Seite „Baumaßnahmen“.

 
Seit dem alles fertig ist, der Elektriker auch noch die Trafos und LED Beleuchtung angeklemmt hatte und alles, auch die Änderungen, fertig waren kam 2 Wochen später die Rechnung über die wir doch sehr erstaunt waren. Gerade mal etwas über 12.000:- SEK hatte die Elektrik inkl. Material und allem drum und dran gekostet. Das bestätigt wieder einmal mehr die Erfahrungen die wir früher schon öfter mit einigen! deutschen Handwerkern gemacht hatten die glaubten die eigenen Landsleute hier in Schweden über den Tisch ziehen zu können.   Sicher sind nicht alle deutschen Handwerker so und es gibt auch welche die wir empfehlen können aber bei den schwedischen Handwerkern ist uns das noch nicht passiert das man versucht hatte uns über den Tisch zu ziehen.
 
Die Renovierung der Küche und des Esszimmers war doch ganz schön anstrengend und erst kurz vor Weihnachten am 21.12. abgeschlossen. Wir hatten dann Weihnachten unsere Freunde zu Besuch und haben uns über die Feiertage davon erholt und allein ganz gemütlich Silvester gefeiert.
Das war das Jahr 2017 das wir alles in allem auch wieder gut zu Ende gebracht hatten.

 
Nun noch ein kleiner Blick ins Jahr 2018             Rosenfors 14.03.2018
 
Unsere Freunde hatten sich letztes Jahr auch einen kleinen Hund zugelegt wo sich unsere beiden leider noch nicht so gut mit verstehen. (Wir arbeiten daran) Daher hatten wir auch nach der anstrengenden Küchenrenovierung den Jahreswechsel allein in aller Ruhe verbracht. Dieses Jahr ist uns aufgefallen dass es im Vergleich zu den Vorjahren viel weniger Feuerwerk gab, ein Trend der sich scheinbar in Schweden immer mehr durchsetzt.
 
In den vergangenen 10 Jahren hatten wir ein bis z
weimal im Jahr Verstopf-ungen draußen in der Kanalisation und durch den Rückstau hatten wir als erstes Haus an der Kanalisation auch öfter Verstopfungen im Ablauf. Die Kommune hat durch Spülungen alle drei Wochen vergebens versucht diese zu verhindern.
                                                                               Die Baustelle ist eingerichtet
 
Am 09.01 wurde die Kanalisation aufgegraben und wir waren gespannt wie sie diese ändern wollen um die Verstopfungen in Zukunft zu verhindern und hoffen das sie der Vergangenheit angehören. Sie hatten die ganze alte Kanalisation mit Betonrohren durch größere Kunststoffrohre und mehrere Seviceöffnungen ersetzt. Am 16.01. war alles erledigt und wieder zuge-schüttet, nun muss nur noch neu geteert werden. Mehr dazu auf unserer Seite „Baumaßnahmen“.
 
Es ist schon interessant zu sehen wie die „Zuwanderung“ die Denkweise und Meinung vieler einst so „liberal“ und „offenen“ denkenden Schweden verändert hat.

Aufgrund der immer größer werdenden Probleme und steigenden Gewalt in vielen Stadtteilen der Großstädte und anderen Gebieten mit hohem Anteil Migranten, was auch sehr oft in den Medien stand und noch steht aber ebenso oft verheimlicht wird, ändert sich an der Denkweise vieler Schweden etwas.
Am 31.01.2018 war z.B. den SVT Nyheter und vielen anderen Medien zu entnehmen das die Regierung in Stockholm durch Innenminister Anders Ygeman das Migrationsverket und die Polizei angewiesen hatte die Aus-weisung von den 80.000 Flüchtlingen ohne Bleiberecht vorzubereiten. In erste Linie sollen erst mal Anreize geschaffen werden das sie freiwillig in ihre Länder zurückkehren aber Notfalls soll auch Zwang angewendet werden. Schweden hatte, so wie dort stand, schon Verhandlungen mit den Herkuftsländern getroffen. Bis jetzt sind die Ausgewiesenen mit Linienflügen zurückgeführt worden aber nun sollen wohl ganze Flugzeuge gechartert werden. Man wird sehen wie es in der Sache weiter geht und sich Schweden verändert.
 
Am 2. Februar kamen für dieses Jahr die ersten Feriengäste und es fing für uns wieder die Ferienhaussaison an.
 

Anfang Februar standen einige Artikel in der Zeitung wonach sich dieses Jahr einiges ändern sollte. Zum einen hört die norwegische Firma die in der Hultsfred, Vimmerby und Högsby Kommune die Müllentsorgung durchführte auf und die Firma GDL aus Vimmerby wird das in Zukunft machen. Dann hoffen wir mal das es besser wird und es dann keine Probleme mehr gibt.
Nun ist es so weit, wir können es manchmal kaum glauben und meinen es wäre erst gestern gewesen aber am 02.02.2018 hatten wir Jubiläum und wir leben schon 10 Jahre in Schweden.

 

Alle größeren Dinge sind wir ja schon angegangen, haben die mittlerweile schon renoviert und es bleiben für dieses Jahr nur einige kleinere Dinge wie z.B das Garagentor der Garage am Wohnhaus zu erneuern und eventuell wenn es nicht zu teuer wird den Parkplatz asphaltieren zu lassen weil das mit dem Kies eine Fehlentscheidung war.
 
Der Winter kam dann Ende Januar doch noch so richtig mit ordentlich Schnee und Forst bis -17°. Es kamen bis Anfang März doch noch so rund 60 cm zusammen. Nach der ersten März Woche wurde es wärmer und es fing an zu tauen. Wie so oft lag am 10. März auf Haralds Geburtstag noch Schnee, dieses Jahr sogar so 40 cm und der Winter war doch noch ganz schön.
 
Im März geht es mit dem Ferienhaus schon richtig los und es sind 3 Wochen belegt. Dieses Jahr haben wir jeden Monat Feriengäste und unser Ferienhaus ist von Ende April bis Ende September bist auf eine Woche komplett belegt.
 
Apropos Ferienhaus! Von unserem „deutschen Freund“ der schon 2012 so „nett“ war uns auf dem schwedischen Skatteverket anzuschwärzen, uns 2013 noch den netten Zeitungsartikel gewidmet hatte, uns versuchte hier in der Gegend durch Lügen schlecht zu machen und dann 2015 noch eine „Selbstanzeige“ verfasste und diese in unserem Namen an das deutsche Finanzamt geschickt hatte haben wir bis jetzt nichts mehr gehört. Sollte es doch keinen 5. Teil mehr geben? 
 

Mal sehen was dieses und die nächsten Jahre noch so für Überraschungen und Veränderungen bringen, wir werden regelmüßig darüber auf unserer Homepage darüber berichten und alles irgendwann in einem Großen Bericht zusammenfassen.

 
Fazit:
 

Nun ist es mal wieder Zeit für ein Fazit. Nach zehn Jahren in Schweden, fünf Jahre davon mit schwedischer Staatbürgerschaft, haben wir uns hier etabliert und integriert. Wir haben festgestellt dass viele Schweden den deutschen Einwanderern am Anfang sehr zurückhaltend und vorsichtig be-gegnen. Sobald sie aber merken und sehen das man sich wirklich integriert, die Sprache lernt und vielleicht noch wie wir die schwedische Staats-bürgeschaft angenommen haben reagieren sie ganz anders. Auf einmal tauen sie auf und reden auch mit einem z.B. über Politik und andere Themen wie Familie wo sie normal nicht mit jedem drüber reden.
 
In einigen Gesprächen mit Schweden haben wir leider schon des öfteren von ihnen zu hören bekommen das viele Schweden „die Deutschen“ als „überwiegend“ angeberisch, rechthaberisch, streitsüchtig, arrogant und auf-dringlich empfinden was normal in keiner Weise der Mentalität der meisten Schweden entspricht.
Wir hatten hier schon mitbekommen das sich in einem Dorf hier in der Gegend Deutsche mit ihren schwedischen Nachbarn rumgestritten hatten weil sie feststellten das der Zaun des Nachbarn auf einer Länge von 10 m, entgegen dem Grenzverlaufes, 15 cm zu weit auf ihrem Grundstück stand. Dies war aber schon Jahrzehnte so und das bei einer Grundstücksgröße von fast 2.500 m², einfach lachhaft. 
Oder sie haben sich mit den Nachbarn bis aus Blut gestritten weil diese, was viele Schweden machen, Stammholz mit der Motorsäge klein gesägt hatte. Das hatte er dann auch noch gewagt in der Mittagsruhe, die hier auf dem Land normal keinen interessiert,
zu machen. Dieser Streit wurde von dem Deutschen dann bis auf die Kommune getragen die dann vermittelt hatte. Er wurde nach dieser Aktion im Dorf links liegen gelassen und zog nach über 12 Jahren in Schweden wieder nach Deutschland, selbst schuld!
Solch ein Verhalten spricht sich ja schnell rum denn Schweden ist ein Dorf wo fast jeder jeden kennt. Das würde auch die, teils aber zu unrechte, Zurückhaltung der Schweden über die sich viele Deutsche beschweren
erklären. Es ist eigentlich schade das sagen zu müssen aber so wie sich einige Deutsche, was wir auch schon öfter mitbekommen haben, hier benehmen kann man das nachvollziehen.
Vielleicht sollten sich einige Deutsche mal gründlich über die Mentalität und Gepflogenheiten der Schweden informieren und ihr Verhalten ihnen gegen-über grundsätzlich überdenken. 
 
Mittlerweile denken und fühlen wir schon eher wie Schweden und können es jetzt zurückblickend eigentlich kaum verstehen wie wir es bei den Unge-rechtigkeiten überhaupt so lange in Deutschland ausgehalten haben. Manche Vorgänge wie z.B. dass bei der Bundestagswahl 2017 wieder die gleichen Parteien die Mehrheiten bekamen die überwiegend Politik für Großkonzerne, Finanzwirtschaft, Arbeitgeber und Vermögende machen und diese nicht abgewählt werden können wir nicht verstehen.
Das jetzige Regierungsbündnis der Sozialdemokraten mit Stefan Löfven ist auch nicht gerade sehr beliebt und hat mit Stimmverlusten zu kämpfen. Wenn der Trend so anhält wird es wohl im September 2018 bei den nächsten Reichstagswahlen wieder auf eine Regierungsablösung hinaus-laufen.
Naja, die Schweden haben es 2014 wenigstens versucht auch wenn die neue Regierung nicht viel besser ist dann müssen diesmal vielleicht mal ganz andere ran.
Solch ein Regierungswechsel ist in Deutschland mittlerweile undenkbar weil die meisten Parteien in dem „Einheitsbrei“ der „Mitte“ versinken und die Regierungen von den Kapitalisten und deren Lobbyisten restlos unter-wandert sind.
 
Zum schwedischen Gesundheitsystem können wir nur sagen dass uns das eher zusagt und wir es in den meisten Bereichen besser und gerechter finden wie das deutsche wo z.B. wie schon mal erwähnt 80% aller Rücken- und Knieoperationen gar nicht nötig sind und nur aus „Profitgier“ gemacht werden. Das schwedische Gesundheitssystem ist auch im Bezug Hygiene dem deutschen weit überlegen. Im schwedischen Gesundheitsystem wird das gemacht was wichtig und nötig ist und es wird nicht den Patienten mit
unnötigen Untersuchungen und Operationen das Geld aus der Tasche ge-zogen
aber dazu haben wir uns ja oben schon geäußert.
 
Deutschland mag ja Exportweltmeister sein und die Wirtschaft brummt aber in europaweiten Vergleichen liegt Deutschland in fast allen wichtigen Studien und Statistiken z.B. der OECD (Organisation for Economic Co-operation and Development) oder anderen Institutionen teilweise weit hinter Schweden und allen anderen skandinavischen Ländern. Ganz egal ob es dabei um Einkommen, Steuerlasten, Lebenshaltungkosten, Umweltschutz, Internetausbau, Korruption usw. oder einfach nur um die Lebensqualität oder Zufriedenheit der Bürger im Land geht. Schweden und alle anderen skandinavischen Ländern belegen dort sehr oft die vordersten Plätze weit vor Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern und das ist gewiss nicht ohne Grund so.
 
So könnten wir noch weiter machen und unzählige Beispiele anführen aber lassen wir es gut sein denn das soll ja eigentlich kein Vergleich der beiden Länder sondern ein Fazit unserer Zeit in Schweden sein. Leider reißt es einen als Auswanderer der beide Länder gut kennt, noch Familie, Freunde und Kontakte in Deutschland hat dazu hin diese automatisch miteinander zu vergleichen. Eigentlich kann man die beiden Länder auch nicht miteinander vergleichen weil die Mentalität der Menschen beider Länder total ver-schieden sind.
Die Schweden denken sehr viel sozialer und haben auch nicht solche strengen
Hierarchien wie in Deutschland sondern selbst in den Frimen mehr Mitbestimmung und damit haben sie auch im Berufsleben einen größeren Zusammenhalt.
In Deutschland dagegen, das sieht man immer wieder, herrscht noch überwiegend ein
„hierarchisches denken“ vor und der Deutsche hat nur zu spuren.
Wenn man sieht wie entspannt z.B. das arbeiten hier in Schweden ist, egal wo Yvonne schon gearbeitet hat ob in der Molkerei, Altenpflege oder in der Firma jetzt macht Ihr das arbeiten richtig Spass. Selbst Auto fahren, einkaufen usw. macht durch die gelassene Art der Schweden richtig Spass.
 
Dadurch das wir schon einige Arbeiten und Renovierungen an unseren beiden Häusern haben durchführen lassen haben wir dabei so einiges erlebt.
Durch Erfahrungen die wir erst jetzt wieder bei unserer Küchenrenovierung gemacht haben bekommen wir, wie bei einigen Arbeiten vorher schon, den Eindruck das „einige“ Deutsche hier scheinbar nur gnadenlos versuchen die eigenen Landsleute z.B. bei Arbeiten, einem Hauskauf oder sonst wie über den Tisch zu ziehen
und sich an ihnen zu bereichern. So traurig es ist so was sagen zu müssen aber bei „einigen“ seiner Landsleute sollte man größere Vorsicht walten lassen und sich für Arbeiten z.B. mehrere, auch Angebote von schwedischen Firmen, einholen was sich bei uns schon sehr oft richtig gelohnt hat. Bei allen schwedischen Firmen mit denen wir bis jetzt zu tun hatten ist uns das jedenfalls noch nicht einmal passiert das man versucht hat uns über den Tisch zu ziehen.

 
Alles in allem, auch vor dem Hintergrund dass auch in Schweden nicht alles Gold ist was glänzt, es hier ebenfalls Probleme gibt und in Schweden sich in einigen Bereichen wie der Privatisierung staatlicher Bereiche leider teil-weise Zustände wie in Deutschland einstellen leben wir trotzdem immer noch sehr, sehr gerne hier. Wir hoffen das die Schweden gut auf ihr Land aufpassen damit sich hier nicht langfristig die gleichen politischen und gesellschaftlichen Veränderungen und Zustände wie in Deutschland ein-stellen. Noch ist hier das „meiste“ um einiges besser wie in Deutschland und anderen Ländern Europas. Die Schweden unternehmen aber etwas gegen Missstände wie z.B. den privatisierten Dienstleistern in der Altenpflege. Nicht umsonst hat Schweden extra ein Antikorruptions- ministerium was sich mit solchen Dingen befaßt.
 
Nun hast Du unseren 10 Jahresbericht gelesen, wieder etwas über Schweden und uns erfahren. Wir hoffen es hat Dir gefallen und vielleicht hast Du auch noch etwas über Schweden erfahren was Du noch nicht wußtest.
Auch die nächsten Jahre werden wir über die
Vorgänge in Schweden und unsere Erlebnisse hier regelmäßig auf unserer Homepage berichten.
Die nächsten Jahre wird mit Sicherheit noch das ein oder andere in Schweden und auch bei uns passieren über das wir hier berichten werden. Gespannt sind wir auch wie sich Schweden noch verändern wird. Über all dies werden wir in ein paar Jahren gewiss wieder einen größeren Bericht verfassen.

Bis dahin verabschieden wir uns aus dem schönen Schweden, wünschen euch allen eine schöne Zeit und sagen: Hej då, . . . vi ses!
                                                                                               
 
 


 
 
   
 
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